Welt der ungenutzten Möglichkeiten

Welt der ungenutzten Möglichkeiten

1 Okt 2018 7 Von Stirzeltuff

Möglichkeiten

Wir haben alle Möglichkeiten unseren Planeten zu einem friedlichen, freundlichen und kreativen Ort für alle Menschen zu machen. Stattdessen führen wir ständig Kriege, betrügen und berauben uns gegenseitig und versklaven und missbrauchen die Schwachen.

Doch warum tun wir das?

Ein Baum mit vielen Ästen und Zweigen ähnlich eine r BirkeAlles, was eine friedliche und freundliche Welt benötigt, ist bereits im Übermaß vorhanden: Trinkwasser, fruchtbarer Boden, Mineralien, Erze sowie andere wichtige Ressourcen. Warme, heiße, kalte, trockene und feuchte Zonen umspannen den Erdball. Sie sind der Motor zur ständigen Regeneration der Erdatmosphäre und der Meere.

Hungersnöte müsste es nicht geben, denn es gibt mehr als genug Anbauflächen, die zur Lebensmittelproduktion geeignet sind. Wenn trotzdem in Teilen der Welt Nahrungsmangel herrscht, liegt das nicht daran, dass wir eventuell zu wenig davon haben, sondern verschwenderisch damit umgehen, Verteilungsprobleme haben oder aus unterschiedlichen Gründen Profit-, Macht- und Misswirtschaft damit betreiben.

Die für unsere Energiegewinnung wichtigen fossilen Rohstoffe Erdöl und Kohle erzeugen in unserer globalisierten, industrialisierten Welt enorme Verschmutzung und sind deshalb als zukünftige Energieträger ungeeignet. Wenn wir wollten, könnten wir bereits heute größtenteils auf sie zur Energiegewinnung verzichten. Doch da sie nach wie vor ein gutes Geschäft sind, geben wir sie nicht auf.

Die modernen Techniken und Methoden zur Nutzung der umweltfreundlichen, regenerativen und rohstoffunabhängigen Energiequellen (Wind, Wasser, Sonne, Wellen, Erdwärme) sind inzwischen weit entwickelt und im größeren Rahmen einsetzbar. Platzmangel gibt es ebenfalls nicht. Die Voraussetzungen sind somit gegeben.

Eigentlich haben wir keine Gründe mehr uns zu streiten, gegenseitig zu bekämpfen, zu betrügen, auszunutzen oder umzubringen, denn für jeden ist genug da. Was ist also die Ursache für unsere Unfähigkeit, auf breiter Basis freundlich und friedlich miteinander auszukommen?

 

Keine Lust auf Veränderung

Manchmal bezeichnen wir die Idee einer rundum friedlichen Welt als unrealistisch, langweilig oder sogar auch gefährlich. Denn damit eine solche Welt wahr werden könnte, müssten wir unser Verhalten ändern, auf unsere lieb gewonnenen Gewohnheiten verzichten und uns für Neue und Fremdes öffnen – woran wir absolut kein Interesse haben. Wir haben eine instinktive Abneigung gegen alles, was sich irgendwie nach dem Wort „Weltfrieden“ anhört, denn dieser Begriff ist verpönt und hat die gleiche negative Konotation wie das Wort „Gutmensch“. Wir sollten uns schämen.

Unsere Unfähigkeit und unser Unwille als Menschheit, Individuen und Gesellschaften sind daher das Problem, und nicht die Wirtschafts- oder Gesellschaftssysteme. Diese funktionieren nur so gut, wie wir es zulassen. Und je offener ein System ist, desto einfacher lässt es sich missbrauchen.

Gäbe es ein Gesellschaftssystem, das ein friedliches und kreatives Zusammenleben aller Menschen garantiert oder erzwingt, hätte es sich schon längst im Laufe der Menschheitsgeschichte in irgendeinem Teil der Erde herauskristallisiert und von dort aus auf die gesamte Welt übertragen, denn das, was am besten funktioniert, setzt sich letztendlich auch durch.

Denn die Natur (die Evolution) findet im Laufe der Zeit immer die beste und stabilste Lösung. Dieses Prinzip kann auf die menschliche Zivilisation übertragen werden (die nichts anderes ist, als eine weiterführende Evolution). Doch das ist nie geschehen – deshalb scheint es ein System, das alle Probleme der Menschheit löst, nicht zu geben. Offenbar liegt es an der Menschheit selbst, dass die Welt in einem so schrecklichen Zustand ist.

Letzte Änderung: 15/04/19