Impres­sum

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Das Word­Press The­ma setzt ein paar Coo­kies. Dar­auf habe ich kei­nen Ein­fluss und kann sie nicht deak­ti­vie­ren.
Der Besu­cher­zäh­ler setzt eben­falls ein paar Coo­kies. Die­se sind nötig, damit Matomo sei­ner Auf­ga­be nach­kom­men kann.


Ver­ant­wort­lich für den Inhalt:
Micha­el Wolff
menschenplanet@t‑online.de


12 Gedanken zu „Impres­sum“

  1. Lie­ber Micha­el,

    Dei­ne Sei­te ist hoch­in­ter­es­sant — mei­nen herz­li­chen Glück­wunsch. Es gibt sehr vie­le Men­schen, die etwas zu wis­sen glau­ben und des­halb mit dem Suchen auf­hö­ren. Auf Dei­ner Sei­te füh­le ich den ganz kla­ren Geist der Suche; und zwar der Suche nach Wahr­heit. Ich glau­be, das Geheim­nis der Wahr­heit ist gar kein Geheim­nis, wie ich übri­gens in die­ser gan­zen Schöp­fung kei­ne Geheim­nis­se erken­nen kann, außer viel­leicht dem Geist als das Geheim­nis hin­ter den (sicht­ba­ren, begreif­ba­ren) Din­gen. Unter­teilt man die Gedan­ken tech­nisch also auf­grund ihres Auf­baus, dann erge­ben sich sehr ein­fa­che Erklä­rungs­mo­del­le für vie­le Rät­sel, die seit Jahr­tau­sen­den immer wie­der von gro­ßen Den­kern und ste­ten Suchern the­ma­ti­siert wur­den. Ich selbst beschäf­ti­ge mich seit 1990 mit dem Wesen der Natur (das-sein.de) und seit 2006 mit dem Wesen unse­rer Gedan­ken. Viel­leicht kann ich hier etwas mit mei­ner Arbeit bei­tra­gen. Hier eini­ge Gedan­ken dar­aus: Wir den­ken zum einen in Begrif­fen, also ratio­nal, und wir den­ken ande­rer­seits in Emp­fin­dun­gen, also emo­tio­nal. Ratio­na­le Model­le sind letzt­lich Ent­schei­dun­gen, die Din­ge in einer bestimm­ten Art und Wei­se zu struk­tu­rie­ren, also beschrei­ben. Ratio­na­les Den­ken ist mei­ner Mei­nung nach haupt­säch­lich das Fäl­len von Ent­schei­dun­gen. Ratio­na­les Den­ken ist regel- und for­mel­ba­siert und ist eine zivi­li­sa­to­ri­sche Eigen­schaft in der aus­ge­präg­ten Form, wie wir sie benut­zen. Als Gefüh­le bezeich­nen wir das Gegen­teil vom Den­ken. Das kann ich aller­dings nicht nach­voll­zie­hen, weil der größ­te Teil unse­rer kon­kre­ten täg­li­chen Denk­pro­zes­se gar nicht auf unse­ren ratio­na­len Model­len basiert. Tat­säch­lich sind es nur ein sehr klei­ner Anteil unse­rer Gedan­ken, die auf ratio­na­len Model­len und Regeln basie­ren. Die meis­ten unse­rer Gedan­ken und ich mei­ne damit ech­te sehr mäch­ti­ge Intel­li­genz, basiert auf die Aus­wer­tung von Erin­ne­run­gen jeder Art, die wir als Mus­ter able­gen. Emo­tio­nal den­ken wir mus­ter­ba­siert und zwar mit einer affen­ar­ti­gen Geschwin­dig­keit oder bes­ser in Echt­zeit. Eine sol­che Denk­wei­se setzt eine so hohe Rechen­leis­tung und so aus­ge­feil­te Algo­rith­men vor­aus, dass unse­re Ratio, die mit etwa 6 bis 8 Gedan­ken pro Sekun­de denkt, sich das gar nicht vor­stel­len kann. Beim Auto­fah­ren mit etwa 160 Km/h auf einer Auto­bahn, ver­ar­bei­ten wir etwa 10000 Infor­ma­tio­nen pro Sekun­de. “Unglück­li­cher­wei­se” haben die­se Art des Den­kens per Grund­an­nah­me will­kür­lich zum Un- oder Unter­be­wusst­sein erklärt. Dadurch ent­steht die ziem­lich unglück­li­che Situa­ti­on, dass wir 80 bis 90% unse­rer Intel­li­genz dem Unbe­wuss­ten zuord­nen. Aber kei­ne Panik, tat­säch­lich benut­zen wir die­se Intel­li­genz auf ganz natür­li­che Art und Wei­se, denn hier ver­steckt sich der Teil unse­res Den­kens, den man­che als das Den­ken des Her­zens oder den Scho­pen­hau­er als den natür­li­chen Men­schen­ver­stand bezeich­ne­te, von dem er sag­te: „Natür­li­cher Ver­stand kann fast jeden Grad von Bil­dung erset­zen, aber kei­ne Bil­dung den natür­li­chen Ver­stand.“
    Die meis­ten Men­schen wer­den mei­ne Behaup­tung über das emo­tio­na­le Den­ken jetzt so gar nicht nach­voll­zie­hen kön­nen, weil sie kei­ne ratio­na­le, also begriff­lich For­mel oder Metho­de für mus­ter­ba­sier­te Den­ken ken­nen. Wir wer­ten unse­re Erin­ne­run­gen (Wis­sen, Erfah­run­gen, Erkennt­nis­se usw.) über Wahr­schein­lich­keits­be­trach­tun­gen aus. Hier­zu mul­ti­pli­zie­ren wir Erwar­tun­gen mit Ein­tritts­wahr­schein­lich­kei­ten. Die­ses Ver­fah­ren benutz man bei Risi­ko­be­trach­tun­gen. Die­se For­mel dient aber auch zur “Berech­nung” von Chan­cen, wobei Risi­ken eben eine nega­ti­ve Erwar­tung sind und Chan­cen eine posi­ti­ve. Berech­net ein sol­ches Risi­ko for­mal, also quan­ti­ta­tiv, wie es in tech­ni­schen Anwen­dun­gen zum Teil gemacht wird, dann ist das extrem auf­wen­dig. Wir schät­zen aber die­se Erwar­tun­gen und Wahr­schein­lich­kei­ten stän­dig und ohne Mühe ab. Ich glau­be, es ist durch­aus kein Zufall, dass wir beim ratio­na­len Den­ken extrem viel Ener­gie ver­brau­chen und dass wir emo­tio­nal prak­tisch ohne Mühe den­ken, obwohl wir sehr viel höhe­re Rechen­leis­tun­gen, also Infor­ma­tio­nen pro Sekun­de ver­ar­bei­ten.
    Ein gutes Bei­spiel für das emo­tio­na­le Den­ken zeigt die Aus­sa­ge:” Es ist ver­däch­tig ruhig.” Alle sen­so­ri­schen Sin­ne lie­fern also kein ratio­nal aus­wert­ba­res Signal und trotz­dem schal­tet sich plötz­lich der Ver­dacht ein.

    Das klingt jetzt womög­lich etwas mys­tisch und ich erin­ne­re dar­an, dass es sich um ein von mir ent­wi­ckel­tes und kei­nes­wegs aner­kann­tes Lehr­wis­sen han­delt. Ganz im Gegen­teil! Ich wur­de von einem wis­sen­schaft­li­chen Lek­tor im Jah­re 1999 furcht­bar über 4 DIN A4 Sei­ten beschimpft, weil er mei­ne Behaup­tung aus mei­nem Buch nicht nach­voll­zie­hen, dass unse­re Kom­mu­ni­ka­ti­on max. etwa 10% aus struk­tu­rier­te (begriff­li­cher) Kom­mu­ni­ka­ti­on besteht. Heu­te wür­de die­se Aus­sa­ge wohl kaum noch jemand ernst­haft in Fra­ge stel­len. Wahr­schein­lich ist der Anteil sogar noch gerin­ger, da der Spre­cher sei­nen Wor­ten eine Bedeu­tung gibt und auch noch sicher­stel­len kann, dass sei­ne Wor­te auch iden­tisch beim Hörer ankom­men, aber nicht ver­hin­dern kann, dass der Hörer den iden­ti­schen Wor­ten eine ganz ande­re und will­kür­li­che Bedeu­tung gibt.

    Ganz unab­hän­gig davon, wie die Geis­tes­wis­sen­schaf­ten mit die­sen The­men umge­hen, beschäf­tigt sich die Phy­sik schon sehr lan­ge mit dem Phä­no­men des Dua­lis­mus, also der phy­si­ka­li­schen Zwei­tei­lung der Welt in eine Welt der Kör­per und eine Welt der Schwin­gung, eine Fähig­keit, die übri­gens bis­lang nur dem Licht zuge­schrie­ben wur­de, mitt­ler­wei­le aber wohl auch bei allen For­men nach­ge­wie­sen oder zumin­dest unter­sucht wird.

    Die Welt ist Schwin­gung!

    Man könn­te unse­re ratio­na­len und emo­tio­na­len Gedan­ken also mit Musik und Noten ver­glei­chen, die zwar die Musik in einer will­kür­li­chen Art beschrei­ben aber eben kei­ne Musik sind. Die Welt wäre dem­nach Schwin­gung und abso­lu­te Wahr­heit, wäh­rend alle ratio­na­len Beschrei­bun­gen von ihr eben nur will­kür­li­che Model­le sind.

    Zeich­net man Ent­schei­dun­gen über Zeit auf, dann ent­steht eine Fol­ge von gera­den Lini­en (Pha­sen ohne Ent­schei­dung) und Win­keln (Ent­schei­dung). Schwin­gun­gen bewe­gen sich Kur­ven und Krei­sen (Wel­len). Es ist inter­es­sant, dass die Mathe­ma­tik die­sen Über­gang von den Lini­en und Win­keln zu den Krei­sen über die soge­nann­ten irra­tio­na­len Zah­len (zum Bei­spiel Pi) voll­zieht.

    Der Voll­stän­dig­keits­hal­ber möch­te ich noch erwäh­nen, dass es min­des­tens noch eine Gedan­ken­art geben muss (nach die­sem Modell), näm­lich die Intui­ti­on. Grund für die­se Aus­sa­ge ist, dass wir weder emo­tio­nal noch ratio­nal Ver­fah­ren ken­nen, um neue Gedan­ken zu berechnen/herzustellen usw.

    Aus die­ser nun auch tech­nisch sehr kon­kre­ten Defi­ni­ti­on der Arbeits­wei­se unse­rer Gedan­ken, las­sen sich eine gan­ze Rei­he von Phä­no­me­nen erklä­ren, die bis­lang nicht zu erklä­ren waren, wie zum Bei­spiel den natür­li­chen Men­schen­ver­stand, den ich zusam­men mit dem frei­en Wil­len als selbst­be­stimm­tes Den­ken, natür­li­ches Den­ken, bezeich­ne.
    Das ratio­na­le Den­ken ist kei­ne natür­li­che Eigen­schaft, son­dern eine “Fehl­funk­ti­on” des nicht natür­li­chen Den­kens, das angst­be­setz­te Den­ken als Gegen­satz zum selbst­be­stimm­ten Den­ken.

    Wir erzeu­gen ratio­na­le Model­le von der Welt, die letzt­lich mit der Welt (Schwin­gung) nichts zu tun haben, das erzeugt Angst und durch Angst ändert die Ratio ihre Aus­rich­tung vom Stre­ben nach Ord­nung zum Stre­ben nach Sicher­heit, wodurch sich eine Angst­spi­ra­le aus­prägt, die mei­ner Mei­nung nach, das furcht­ba­re Durch­ein­an­der auf der Welt erzeugt.

    Das Pro­blem mit die­sen bei­den so model­lier­ten Gedan­ken­ar­ten ist, dass beim ratio­na­len Den­ken, als zivi­li­sa­to­ri­sche Eigen­schaft, die Regeln der for­ma­len Logik streng ein­zu­hal­ten sind, wenn ver­all­ge­mei­ner­ba­re Ergeb­nis­se her­aus­kom­men sol­len. Die meis­ten Men­schen ken­nen aber die for­ma­le Logik gar nicht, die übri­gens auch die Grund­la­ge des Mes­sens dar­stellt und seit vie­len Jahr­hun­der­ten also pra­xis­er­probt ist — ohne zu ver­ges­sen, dass es sich um ein mensch­ge­mach­tes Modell­kon­strukt han­delt. Die for­ma­le Logik oder das Mes­sen sind in drei Pha­sen unter­teilt, die streng ein­zu­hal­ten sind: 1. Grund­an­nah­men, 2. Messung/Beobachtung und 3. Ergeb­nis und Zwei­fel bzw. Feh­ler­dis­kus­si­on.
    Die­se ein­fach klin­gen­de Metho­de ist in der Pra­xis lei­der nicht ganz so ein­fach und es braucht schon eini­ge Mona­te, bis man die­se Arbeits­wei­se tat­säch­lich ver­steht. Zunächst ist fest­zu­stel­len, dass man nichts messen/beobachten kann, was man nicht kennt. Das liegt dar­an, dass die Mes­sung und die dazu benö­tig­ten “Werk­zeu­ge” (Instru­men­te oder auch Model­le) davon abhän­gen, was man genau mes­sen will. Letzt­lich heißt das aber, dass die Welt nur das sein kann, was man denkt, was sie ist. Hört sich befremd­lich an, begrün­det sich aber auf die­ser sehr grund­le­gen­den Not­wen­dig­keit beim Beob­ach­ten und Mes­sen. Rich­ti­ges Mes­sen oder ver­all­ge­mei­ner­ba­res Beob­ach­ten (ver­all­ge­mei­ner­ba­res ratio­na­les Model­lie­ren, logi­sches ratio­na­les Den­ken) erzwingt auf­grund die­ser Not­wen­dig­keit, dass man unter­schied­li­che Grund­an­nah­men unter­sucht. Da hört es bei den meis­ten all­täg­li­chen Denk­pro­zes­sen wohl schon meis­tens auf. Beim Mes­sen selbst ist nun die Kunst, dass man tat­säch­lich misst und nicht sei­ne eige­nen Grund­an­nah­men bestä­tigt. Auch die­ser Feh­ler ist extrem weit ver­brei­tet, sogar in Fach­ge­bie­ten, die einen wis­sen­schaft­li­chen Anspruch für sich erhe­ben. Und schließ­lich ist das Ergeb­nis einer sol­chen Mes­sung nicht nur ein Ergeb­nis, son­dern ein Ergeb­nis und eine Feh­ler­dia­gno­se. Der Zwei­fel gehört also zwin­gend zum for­mal logi­schen Den­ken dazu.

    Beim mus­ter­ba­sier­ten Den­ken ist der Zwei­fel “töd­lich”. Außer­dem kommt bei der Wahr­neh­mung von Emp­fin­dun­gen das Pro­blem hin­zu, dass unse­re Erin­ne­run­gen durch die Schwin­gung einer Emp­fin­dung ange­regt wer­den. Den­ken aber auch Ängs­te und Zwei­fel ver­fäl­schen die­se Wahr­neh­mung, weil wir Den­ken, dass wir füh­len aber nicht füh­len, son­dern nur den­ken. Die­se Gedan­ken lösen aber ihrer­seits Gefüh­le (Erin­ne­run­gen) aus usw. Man muss also sei­ne Gedan­ken (auch Erin­ne­run­gen) heilen/lösen/leutern um die­se Wahr­neh­mung sinn­voll zu nut­zen.

    Die Intui­ti­on ist jedoch die anspruchs­volls­te Denk­wei­se, wobei ich davon aus­ge­he, dass Intui­ti­on nicht die ratio­na­le Reflek­ti­on der Emfin­dung, son­dern die Emp­fin­dung selbst ist. Wenn also von einer inne­ren Stim­me die Rede ist, dann kann das mei­ner Mei­nung nach nur die ratio­na­le Reflek­ti­on einer Empfindung/Eingebung usw. sein.

    Das hört sich jetzt wahr­schein­lich auch sehr mys­tisch und geheim­nis­voll an, ist es aber gar nicht, wenn man sich eini­ge Beson­der­hei­ten von Schwin­gun­gen vor Augen führt.

    Schwin­gun­gen haben die Eigen­schaft, dass sie immer eine Schwin­gung bil­den. Ob in einer Ton­auf­nah­me eine Trom­mel oder ein gan­zes Orches­ter auf­ge­nom­men ist, es ist eine Schwin­gung (Ste­reo­si­gnal). Selbst wenn das gan­ze Uni­ver­sum auf­ge­nom­men wür­de, so ergä­be sich genau eine Schwin­gung. Ich gehe des­halb davon aus, dass die gan­ze Welt aber auch unser Geist letzt­lich eine Schwin­gung ist.

    Ich wür­de mich ger­ne mit Dir mal so aus­tau­schen; viel­leicht mal tele­fo­nie­ren oder auch mal einen Kaf­fee trin­ken.
    Ich suche Men­schen, die sich um Frie­den bemü­hen; hier mal eine Aus­ar­bei­tung von mir dazu: https://natuerlicher-verstand.de/Fragen/ZGGWGS.pdf

    Da ich in Blogs nicht so aktiv bin, wäre es mir lie­ber, wenn die­ser Text nicht öffent­lich wäre. Aber grund­sätz­lich ist das auch okay.

    Es wür­de mich freu­en, von Dir zu hören.
    Dir und den Dei­nen alles erdenk­lich Gute und eine Wun­der-vol­le Zeit.

    Sebi

    Antworten
    • Hal­lo Sebi,
      vie­len Dank für dei­nen lan­gen Kom­men­tar bzw. dei­ne aus­führ­li­che Aus­füh­rung zum The­ma „rationales/irrationales Den­ken.“
      Ich bekom­me ja nicht all zu oft Kom­men­ta­re und die meis­ten stam­men von Spin­nern (Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern oder Ras­sis­ten etc., die sich über den Mist, den ich hier schrei­be, auf­re­gen). Die wenigs­ten Kom­men­ta­re haben einen krea­ti­ven Cha­rak­ter und sind des­we­gen als posi­ti­ves Feed­back beson­ders wich­tig.
      Des­we­gen freue ich mich natür­lich sehr über dei­nen Kom­men­tar, denn ich brauch die Anre­gung, da ich immer noch an mei­nen Tex­ten arbei­te und sie wei­ter­ent­wick­le. Schon bei der ers­ten, ober­fläch­li­chen Lek­tü­re dei­nes Kom­men­tars habe ich ein paar neue Gedan­ken gehabt.
      Ich wer­de ein paar Tage brau­chen, um ihn ganz „durch­zu­ar­bei­ten“ und wer­de anschlie­ßend detail­liert auf dei­ne ein­zel­nen „The­sen“ ein­ge­hen. Vor­her wer­de ich wohl auch noch „Sind Frei­heit, Frie­den und Wohl­stand für alle Men­schen nur ein ewi­ger Traum?“ durch­le­sen.

      Ich habe dei­nen Kom­men­tar nach dem Lesen der ers­ten paar Sät­ze gleich frei­ge­schal­tet. Erst am Ende schreibst du, dass dir das eigent­lich nicht so recht ist. Da du es aber grund­sätz­lich okay fin­dest, las­se ich es so (auch weil ich Kom­men­ta­re aus SEO-tech­ni­scher Sicht gebrau­chen kann).

      Eine öffent­li­che Dis­kus­si­on ist mir des­halb am liebs­ten, auf die ich schon Lust habe.

      Also, in ein paar Tagen wer­de ich aus­führ­lich dei­nen Kom­men­tar beant­wor­ten.

      Bis dahin, lie­be Grü­ße
      Micha­el

      Antworten
  2. Hi Micha­el,

    eine Inter­es­san­te Sei­te. Beim Lesen eini­ger dei­ner Tex­te oder Mei­nun­gen oder wie auch immer kam ich mir manch­mal vor als ob sie sich beim Lesen gera­de schrei­ben wür­den. Ich mache mir seit lan­ger Zeit vie­le Gedan­ken über mich und über die Welt. Ich bin zu vie­len Mei­nun­gen und Aus­wüch­sen über vie­les gekom­men aber eini­ges von dem was Du hier schreibst bestä­tigt eini­ger mei­ner Gedan­ken über mich über mei­ne Mit­men­schen und über den Kos­mos aus mei­ner Erfah­rung und Rea­li­tät her­aus.
    Ich wer­de auf jeden Fall Dei­ne Sei­te in mei­nen Favo­ri­ten able­gen und Dei­nen Gedan­ken in Wort und Schrift auf die­ser Sei­te wei­ter fol­gen.
    Viel­leicht besteht ja irgend­wann auch die Mög­lich­keit sich per­sön­lich aus­zu­tau­schen.

    Grü­ße
    Sven

    Antworten
    • Hal­lo Sven,
      dan­ke für dein gro­ßes Lob. Ich ver­su­che mich ver­ständ­lich aus­zu­drü­cken, sodass man sich beim Lesen nicht fra­gen muss, wie es gemeint ist.

      Viel­leicht kannst du das ein oder ande­rer auf mei­nem Blog kom­men­tie­ren. Es muss doch bestimmt irgend­et­was geben, was dir nicht gefällt oder du zumin­dest anders siehst. Ich brau­che Anre­gun­gen, denn manch­mal bin ich mir nicht sicher, ob ich mit mei­ner Mei­nung rich­tig lie­ge, oder viel­leicht nicht sogar kom­plett spin­ne.

      Gruß Micha

      Antworten
  3. Dan­ke, dan­ke, dan­ke.
    Dan­ke, dan­ke, dan­ke, dan­ke.

    Eine Fra­ge.

    Intel­lek­tu­ell habe ich nie ver­stan­den, was Diet­rich Bon­hoef­fer gemeint hat, als er schrieb:

    Den Gott, den es gibt, gibt es nicht!”

    Jah­re­lang knab­be­re ich schon an die­ser Fra­ge, sogar an sei­ner Exe­ku­ti­ons­stel­le von Flos­sen­bürg.
    In unse­rem­Nach­bar­ort Wacht­berg wohn­te sein bes­ter Freund Beth­ge, den ich aber nim­mer anru­fen kann, weil er gestor­ben ist.

    Antworten
    • Ich weiß nicht, in wel­cher Situa­ti­on Bonn­hoef­fer das gesagt hat, aber ich könn­te mir den­ken, dass er mein­te, dass der Gott, an den er glaubt (den es gibt) — und mei­nes Wis­sens hat­te Bonn­hoef­fer einen sehr fes­ten Glau­ben — kei­nen Ein­fluss auf unse­re Welt in der Gegen­wart nimmt, er also jetzt nicht vor­han­den ist (gibt es nicht) und daher ist die Welt in Unord­nung.

      Antworten
  4. Micha­el, du hast oben Staats­for­men erwähnt.
    Demo­kra­tie ist die bes­te unter all den frag­wür­di­gen Mög­lich­kei­ten. Auch wenn wir immer mün­di­ge­re Bür­ger wer­den. Befrie­di­gend gut wird es nie, nicht?
    Im Jahr 1968 hat ein Buch von Molt­mann beson­de­res Auf­se­hen erregt. Es hat­te die The­se:
    “Es wird alles bes­ser und bes­ser!” Wir Stu­di­en­teil­neh­mer tra­fen uns nach dem gründ­li­chen Lesen und Nach­den­ken in Edin­burgh. Prof. Thieli­cke aus Ham­burg war einer der Refe­ren­ten, was für uns man­gel­haft eng­lisch spre­chen­de Jugend­li­che eine gro­ße Hil­fe war.
    Der Grün­der der völ­ker­ver­söh­nen­den Edin­burg­her Fest­spie­le, der alt gewor­de­ne Lord Pro­vost,

    Bür­ger­meis­ter der Nach­kriegs­zeit lud uns alle zu einem sehr lan­gen Dis­kus­si­ons­abend in sein Wohn­zim­mer ein (was für den Jung­ge­sel­len frei­lich leich­ter ist), setz­te sich vor den Kamin und ich war schon von sei­nem ers­ten Satz über­rascht: “Ich möch­te Euch von mei­nem guten Freund Fidel Cas­tro erzäh­len.” Wäh­rend des gan­zen Abends ging es um das not-wen­di­ge, “not­wen­den­de”
    (?) Kom­mu­nis­mus-Expe­ri­ment in Kuba. Also die arge Situa­ti­on des USA-Ein­flus­ses, die Hoff­nungs­lo­sig­keit und dann der Umbruch. Schwie­rig war alles für das arme Volk.

    Erst viel spä­ter habe ich gut ver­stan­den, war­um der Bür­ger­meis­ter die­ses The­ma für uns deut­sche Jugend­li­che gewählt hat. Die Nazis hat­ten vor­ran­gig Hass gegen jüdi­sche Men­schen und Bol­sche­wi­ken gesät.…
    Und jetzt, irgend­wie alt gewor­den, mei­ne ich, dass ich im Gegen­satz zu dir fest über­zeugt bin.
    dass alles Men­schen­feind­li­che in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel men­schen­freund­li­cher wer­den wird und wir leben dazwi­schen. Die Linie geht mit­ten durch jedes Herz und Gehirn.

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  5. Alles Men­schen­feind­li­che wird in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel men­schen­freund­li­cher???
    Ich bin Psy­cho­lo­ge, nicht nur von mei­nem Stu­di­um her, son­dern viel stär­ker war sicher der Ein­fluss, den mei­ne Semi­na­re, mei­ne Bera­tung und die von mir geschrie­be­nen Bücher auf mich hat­ten, denn man lernt vor allem das, was man ver­sucht ande­ren zu ver­mit­teln. Ich habe also viel zu wenig über das nach­ge­dacht, was in der Gesell­schaft pas­siert (das Men­schen­feind­li­che in der Gesell­schaft). Da magst Du Recht haben?!
    Dass das Schö­ne men­schen­freund­li­cher wird, ver­mag ich aller­dings nicht zu erken­nen — und immer­hin beob­ach­te ich sehr bewusst die Men­schen, ihre Nöte, Sor­gen und Bedüf­nis­se, aber auch ihre Freu­den, ihr Glück­lich­sein, seit mehr als 60 Jah­ren. Ich ver­mag kei­nen “Fort­schritt” zu erken­nen — und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tung her­aus behaup­te, denn mir geht es (unver­dient?) sehr gut und ich bin sehr glück­lich. Ich sage das auf Grund der Beob­ach­tung der Men­schen, denen ich seit Jahr­zehn­ten zu hel­fen ver­su­che.

    Antworten
    • Alles Men­schen­feind­li­che wird in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel men­schen­freund­li­cher???

      Wo habe ich denn das geschrie­ben? Ich habe den Text auf die­ser Sei­te noch ein­mal durch­ge­le­sen, aber ich kann kei­ne sol­che Stel­le fin­den. Auch nichts, was man so inter­pre­tie­ren oder ver­ste­hen könn­te. Aber wer weiß, viel­leicht irre ich mich ja. Viel­leicht könn­test du mir die­se Stel­len auf­zei­gen. (Aber die­se “Über-mich-Sei­te” muss sowie­so über­ar­bei­tet und gründ­lich gekürzt wer­den.)
      All­ge­mein schrei­be ich auf mei­nem Blog: Die Mensch­heit (also die Spe­zi­es Mensch) ent­wi­ckelt sich im Lau­fe ihrer Exis­tenz immer wei­ter — wie alles ande­re auch. Das kann man beob­ach­ten. Nie­mand kann abstrei­ten, dass die Mensch­heit sich im Lau­fe der letz­ten 10000 Jah­re ethisch und mora­lisch wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Mag sein, dass die­se Wei­ter­ent­wick­lung noch nicht groß ist, doch dar­auf kommt es nicht an. Wich­tig ist, dass es sie gibt. Dar­aus lässt sich ablei­ten, dass unser “mora­lisch-ethi­sche” Niveau eines Tages tat­säch­lich so hoch sein wird, dass eine mehr oder weni­ger glo­ba­le Fried­lich­keit mög­lich wird.

      Dass das Schö­ne men­schen­freund­li­cher wird, ver­mag ich aller­dings nicht zu erken­nen …

      Also, wie gesagt, ich wüss­te nicht, wo ich das behaup­te …
      Gibt es Schö­nes, das nicht oder nur wenig men­schen­freund­lich ist und des­we­gen noch (mehr) Mensch­freund­lich­keits­po­ten­zi­al besitzt? Schön­heit ist natür­lich rela­tiv und des­we­gen kann mit „Schö­nes“ an die­ser Stel­le auch „Alles“ gemeint sein. Für man­che Men­schen ist der Zustand des Besof­fen­seins etwas Schö­nes, für ande­re etwas Häss­li­ches. Ich ver­ste­he den Satz ehr­lich gesagt nicht (rich­tig?) und mei­ne Bemü­hung, zu irgend­ei­ner Asso­zia­ti­on zu fin­den, ist ohne Resul­tat.

      Ich ver­mag kei­nen „Fort­schritt“ zu erken­nen …

      Also, ich ver­ste­he nicht, wie du dar­auf kommst. Sicher­lich sind wir noch nicht weit in unse­rer Ent­wick­lung. Es besteht jedoch ein signi­fi­kan­ter Unter­schied zwi­schen heu­te und bei­spiels­wei­se dem Mit­tel­al­ter. Ket­zer wer­den (zumin­dest in der christ­li­chen Welt) heu­te nicht mehr hin­ge­rich­tet. Das ist doch schon mal was!

      … und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tung her­aus behaup­te, denn mir geht es [] gut …

      Na ja, man kann auch Pes­si­mist sein, wenn es einem gut geht, und man kann Opti­mist sein, wenn es einem schlecht geht.

      Ich kann jeden­falls, wenn ich die Mensch­heit als Gan­zes betrach­te, nur opti­mis­tisch sein. Die Mensch­heit wird sich zum Posi­ti­ven wei­ter­ent­wi­ckeln, auch wenn es noch Jahr­tau­sen­de dau­ert. Das ist es, was ich wahr­neh­me. Aber wer weiß? Viel­leicht ist ja das, was ich als Wahr­neh­mung wahr­neh­me, gar kei­ne Wahr­neh­mung, son­dern nur Den­ken, Wün­schen, Hof­fen … (feh­ler­haf­tes) Asso­zi­ie­ren u.Ä. Sicher sein kann ich mir da nicht.

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      • Lie­ber Micha­el, zunächst vie­len Dank, dass Du Dich so ein­ge­hend mit mei­nem Text aus­ein­an­der­ge­setzt hast. Du hast mir Zeit und Auf­merk­sam­keit geschenkt: Was gibt es Wich­ti­ge­res? Ich möch­te Dir ger­ne die­se Auf­merk­sam­keit zurück­ge­ben:
        Das Unver­ständ­nis, das Du zurecht zum Aus­druck bringst, liegt wohl dar­in begrün­det, dass ich auf den Text von Aki­re geant­wor­tet habe, wäh­rend Du dach­test, ich ant­wor­te auf Dei­nen Text. Ich habe da wohl eine fal­sche Zuord­nung getrof­fen. Tut mir leid.
        Nun zu Dei­nem Text vom 30. Okto­ber: Ich stim­me Dir zu, dass sich die Mensch­heit wahr­schein­lich auch “ethisch und mora­lisch” wei­ter ent­wi­ckelt. auch dann, wenn mich das irra­tio­na­le Ver­hal­ten ein­zel­ner Isla­mis­ten und oder die Abwer­tung von “Wahr­heit” in den USA hin und wie­der zwei­feln lässt. Dar­aus abzu­lei­ten, dass in einer fer­nen Zukunft “mehr oder weni­ger Fried­lich­keit” mög­lich ist, ist opti­mis­tisch — aber ich bin auch Opti­mist. Das Pro­blem liegt dar­in, dass wir uns offen­sicht­lich intel­lek­tu­ell wei­ter ent­wi­ckeln, dass aber Wert­ur­tei­len nur sel­ten auf Grund von Ein­sich­ten gefällt wer­den son­dern sich an Reli­gio­nen oder Ideo­lo­gi­en ori­en­tie­ren. Ob sich die fried­li­chen Ideo­lo­gi­en wie Huma­nis­mus oder Bud­dhis­mus dur­set­zen wer­den, bleibt abzu­wer­ten.
        Ket­zer wer­den heu­te nicht mehr hin­ge­rich­tet, oder zumin­dest nur noch sel­ten öffent­lich ver­brannt, aber wie oft, wer­den auch heu­te noch Men­schen getö­tet (oder zumin­dest ein­ge­sperrt), weil sie eine ande­re Mei­nung als die der Mäch­ti­gen, der Mehr­heit oder der eini­ger Fana­ti­ker besit­zen. Ist der Unter­schied zu frü­her so groß? Frei­lich, heu­te ist kein Krieg zwi­schen west­eu­ro­päi­schen Staa­ten mehr vor­stell­bar und mein Vater, der in bei­den Welt­krie­gen gekämpft hat, pfleg­te zu mir zu sagen, dass die Fran­zo­sen unse­re “Erb­fein­de” sind, mit denen eine Aus­söh­nung unmög­lich ist. Wie ger­ne wür­de ich ihm sagen, dass ich heu­te nach Paris fah­ren kann und noch nicht ein­mal einen Rei­se­pass brau­che und dort mit dem glei­chen Geld bezah­le wie zuhau­se. Du siehst: Ich bin in mei­ner Über­zeu­gung hin und her geris­sen.
        Dein Opti­mis­mus ist begrün­det, wenn es noch mehr Men­schen gibt, die über ihr und das Tun ande­rer welt­of­fen und ernst­haft selb­stän­dig nach­den­ken — so wie Du es offen­sicht­lich tust. Viel­leicht hilf ja auch lang­fris­tig die Ver­net­zung der Welt über das Inter­net.

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  6. Mir kam und kommt es immer wie ein Natur­ge­setz vor, dass ethisch Schö­nes (gibt es Schö­nes ohne Ethik?) die Ten­denz hat, aus­zu­rei­fen, sich der Voll­kom­men­heit schritt­wei­se anzu­nä­hern, sich also zu erfül­len. Und wir suchen dazu Gleich­ge­sinn­te. Wir brau­chen sie exis­ten­zi­ell!
    In der Hei­mat mei­ner aus­län­di­schen Ahnen for­mu­lier­te man: “Han­deln wir doch jetzt
    s c h ö n ! ”

    Dass es beim Zer­stö­re­ri­schen auch so ein “Natur­ge­setz” gibt, fiel mir auf, als ich als jun­ges Mäd­chen las, wel­che Plä­ne Hit­ler und sei­ne Man­nen für die Zeit nach dem gewon­ne­nen Krieg
    für Euroa und die gan­ze Erde hat­ten. Über die­se Kon­se­quenz der Schreck­lich­kei­ten haben bis heu­te zu weni­ge Men­schen erfah­ren.

    In die­ser Zeit wur­de ich von einer viel älte­ren Nach­ba­rin, einer Ärz­tin, ein­ge­la­den.
    Sie erzähl­te mir bei einer Tas­se Kaf­fee, dass sie so stolz wie ihr Freun­des­kreis war, von Hit­ler nach Ber­lin ein­ge­la­den wor­den zu sein. Er emp­fing alle mit einer freund­lich­wir­ken­den Rede und führ­te die gan­ze Grup­pe per­sön­lich durch Räu­me des Reichs­tags­ge­bäu­des. Plötz­lich hat er sich umge­dreht und gesagt: “Ich kom­me mir vor wie der Rat­ten­fän­ger von Hameln!”

    Die­se Medi­zi­ne­rin hat­te seit dem schnee­rei­chen rus­si­schen Win­ter immer Gift­kap­seln in ihrer Geld­bör­se.…

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  7. Lie­be Aki­re, wie kommst Du auf die Idee, dass es ein “Natur­ge­setz” ist, dass sich alles “ethisch Schö­ne” “der Voll­kom­men­heit schritt­wei­se” annä­hert. Wor­auf beziehst Du das? War die Leh­re von Jesus Chris­tus nicht “ethisch schö­ner” als das was die katho­li­sche Kir­che in den Jahr­hun­der­ten danach dar­auf gemacht hat?
    Dass es ein “Natur­ge­setz” des Zer­stö­re­ri­schen (der Aggres­si­on) gibt, kann ich eher nach­voll­zie­hen. Die Psy­cho­lo­gie sagt (etwas ver­ein­facht), dass Frus­tra­ti­on Aggres­si­on aus­löst. Deutsch­land war nach dem ers­ten Welt­krieg als Volk und Land extrem frus­triert, denn es hat nicht “ein­ge­se­hen” dass es allei­ne Schuld an dem ers­ten Welt­krieg und an der Nie­der­la­ge hat­te (Dolch­stoß­le­gen­de) und dass daher die Repa­ra­tio­nen und die Demü­ti­gun­gen unge­recht­fer­tigt waren. Die dar­aus ent­ste­hen­den Aggres­sio­nen hat Hit­ler sehr erfolg­reich genutzt, um sie gegen die Juden, die Lin­ken und das Aus­land zu rich­ten. Vor­han­de­ne Aggres­sio­nen auf irgend­ei­nen (ver­meint­li­chen) Feind zu rich­ten, pas­siert auch heu­te in der Poli­tik immer wie­der.
    Aber die Geschich­te von Hit­ler, der sich als “Rat­ten­fän­ger von Hameln” fühl­te gefällt mir aus­neh­mend gut. Es scheint so zu sein, als ob Hit­ler in einem “lich­ten Moment” erkannt hat und sogar aus­ge­spro­chen hat, das er nicht mehr anzu­bie­ten hat, als der Rat­ten­fän­ger und dass sei­ne Gefolgs­leu­te, die an ihn glaub­te und ihm folg­ten, nichts als “Rat­ten” waren. Eine tol­le Geschich­te!!! (Man könn­te die­se Geschich­te als ein Bei­spiel für einen Freud’schen Ver­spre­cher auf­fas­sen, der aus sei­nem tie­fen Unbe­wuss­ten kommt, denn sicher war ihm nicht bewusst, was er damit gesagt hat.)

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