Das Universum ist unlogisch


Das Phänomen Universum

Jede Religion ist heutzutage Ausdruck geistiger und seelischer Unreife.

Kein Mensch kann rationale, logische oder vernünftige Gründe nennen, warum es die Existenz, also das Universum gibt. Es gibt keinen logischen Grund für die Existenz des Universums. Das Universum ist demnach unlogisch und widerspricht jeder Vernunft, ist also irrational. Mit rationalen Erklärungen lässt sich die Existenz nicht begründen.

Aus logischer Sicht dürfte es das Universum gar nicht geben, denn wir sind nicht in der Lage sagen oder schließen zu können: „Aufgrund dieser oder jener Überlegung kommen wir zu dem Schluss, dass es ein Universum geben muss.“

Ein rotes, buntes Gewirr aus Verästelungen.Solche Aussagen sind uns nicht möglich, ohne dabei irrational zu werden. Wir können zwar darüber philosophieren – und sollten es natürlich auch! – doch keine wie auch immer geartete Überlegung hilft uns dabei, dem »Phänomen Universum« beizukommen. Trotzdem existiert es – und mit diesem Widerspruch müssen wir leben. Er ist unauflösbar. Religionen versuchen jedoch genau das:
Indem die Religionen das Universum auf die Schöpfung eines Gottes reduzierten, rationalisieren, entmystifizieren und banalisieren sie es.

Paradies der Unwissenheit

Wissen und Bewusstsein haben uns zwar aus dem »Paradies der Unwissenheit« vertrieben, doch wir weigern uns, dieses Wissen und die damit verbundene Verantwortung anzunehmen. Die Menschheit ist wie ein Kind, das nicht erwachsen werden will. Aus diesem Grund pflegen und schützen wir instinktiv unsere Unwissenheit und zögern neue Erkenntnisse und neues Wissen möglichst lange hinaus.

Eine braun-graue poröse Fläche mit Rissen.

Religion ist in ihrem Ursprung der Versuch unserer archaischen Vorfahren, die Existenz, das Leben, einfach alles, was es gibt, zu erklären. Dieser Versuch fand vor ein paar Tausend Jahren statt, und reflektiert deswegen logischerweise auch das Denken, Fühlen und Assoziieren der Menschen dieser Zeit. Die Fragen, die wir uns damals stellten, lauteten etwa so: Warum gibt es die Welt? Warum gibt es mich? Hat meine Existenz eine bestimmte Bedeutung, und wenn ja, welche? Was bedeuten das alles? Solche grundsätzlichen Fragen gab es schon vor 10000 Jahren. Selbst heute können wir keine endgültigen und erst recht keine befriedigenden Antworten darauf geben. Nach wie vor ist die Existenz für uns ein großes Rätsel, möglicherweise das einzige unlösbare.

Religion, das heißt, die Postulierung eines Schöpfergottes, ist die Philosophie des nicht-intellektuellen Verstandes. Sie erklärt die Existenz mit banalen Assoziationen.

Theologie ist dann der Versuch, der Religion einen intellektuellen Anstrich zu geben, ihr eine Tiefe zu verleihen, die sie nicht besitzt.
Vor ein paar Tausend Jahren, als wir fast gar nichts von den Zusammenhängen, Ursachen und Gegebenheiten der Existenz und der Natur wussten, war unsere natürliche Assoziation, dass ein allmächtiges Wesen die Welt erschaffen haben musste. Alles, was es gab und in der Welt geschah, musste aus der Sicht unserer archaischen Vorfahren deshalb von diesem Wesen gewollt sein. Und da die Natur in Form von Katastrophen wie Erdbeben, Fluten, Blitzen oder gefährlichen Tieren schrecklich und grausam war, unterstellten unsere archaischen Vorfahren diesem Schöpferwesen die gleichen Attribute. Deswegen sind unsere Götter so grausam, gewalttätig und unberechenbar.
Dass solche Eigenschaften für einen Gott unpassend sind, wäre uns damals nicht in den Sinn gekommen, denn das Konzept des »bedingungslosen Guten« kannten wir noch nicht. Deshalb war es für die Menschen der Bronzezeit logisch, sich dem vermuteten Gott zu unterwerfen, wie man sich einem Tyrannen unterwirft. Dieses Verhalten haben wir bis heute in vielen Gesellschaften nicht abgelegt.


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2 thoughts on “Das Universum ist unlogisch

  1. Wir können aus den inneren Eigenschaften des Universums, nicht auf dessen „äußere Form“ schließen.

    Wir können nur sagen wie es sich im Inneren verhält, und nur darum, – weil – wir es wahrnehmen.
    Durch die Fähigkeit, formale Systeme zwecks Abbildung der Erfahrung aufzubauen, können wir die wissenschaftlichen Rahmenbedingungen für unsere Beobachtungen definieren.

    Im Umkehrschluss heißt das:

    Über ein Universum zu reden, das nicht wahrnehmbar ist, führt offenbar zu Unsinn.

    Jede Wahrheit die je formuliert wurde, ist nur per Definition wahr.

    „Wahre Wahrheiten“ sind weder bekannt, noch können sie kommuniziert werden.

    1. Ein paar wenige „wahre Wahrheiten“ lassen sich schon erkennen, obwohl sie nur „fundamental“ sind. Beispielsweise ist es definitiv wahr, dass zwei mit zwei multipliziert vier ergeben. Oder es ist definitiv wahr, dass es mich (aus meiner subjektiven Sicht) tatsächlich gibt. Was ich bin kann ich allerdings schon wieder nicht mit letztendlicher Sicherheit wissen. Wer weiß …
      Diese zwei Beispiele lassen vermuten, dass es auch noch andere definitive Wahrheiten gibt, eigentlich geben muss, die allerdings nicht so plakativ aufzeigbar sind. Um diesen Wahrheiten auf die Spur zu kommen, wird es wohl sinnvoll sein, Abstriche vom Anspruch der absoluten Wahrheit zu machen. Das heißt beispielsweise: Wir können davon ausgehen, dass die Welt (zumindest im Groben) tatsächlich so ist, wie sie uns erscheint – vorausgesetzt, wir betrachten sie nüchtern, also ohne spirituellen oder esoterischen Blick.

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