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Verantwortlich für den Inhalt

Michael Wolff

Diese Website besitzt keine kommerziellen Ambitionen. Es wird für nichts geworben (außer für meine Gedanken), nichts verkauft und es gibt auch keine Inhalte von anderen Websites. Deshalb halte ich eine offizielle Datenschutzerklärung und Ähnliches für überflüssig.

Die Texte

Sämtliche Texte auf diesem Blog sind von mir verfasst worden. Ausnahmen sind (seltene) Zitate, die ich natürlich entsprechend kennzeichne. Was ich hier schreibe, sind meine eigenen Gedanken und Assoziation, die ich bei der Betrachtung und Wahrnehmung der Welt, der Menschen und der Medien habe. Ich vermeide jede Form ideologischer und subjektiver Betrachtung und hoffe, dass mir das auch gelingt. Ich versuche die Welt pragmatisch zu betrachten, was mir wahrscheinlich nicht immer gelingt. Mir ist bewusst, dass einige meiner Meinungen im krassen Widerspruch zu den herrschenden Ansichten stehen. (Beispielsweise dann, wenn ich den Atheismus zu den Glaubenssystemen zähle. Ich weiß, dass viele Menschen diese Gleichsetzung nicht nachvollziehen können und für falsch halten. Trotzdem finde ich es wichtig, auf die Theismus/Atheismus-Achse hinzuweisen.)

Es gibt viel Redundanz auf meinem Blog. Offenheit und Einfachheit sind sehr wichtig für unsere Weiterentwicklung. Deswegen werden Offenheit und Einfachheit nicht nur auf den Seiten »Offenheit« und »Einfachheit« behandelt, sondern auch auf anderen. Bestimmte Kernaussagen wiederholen sich auf vielen Seiten des gesamten Blogs, sobald es um die Themen »Denken« und »Glauben« geht. Diese Wiederholungen sind keine Absicht, vielmehr lassen sie sich nicht vermeiden, da »Denken« und »Glauben« zentrale Bestandteile des menschlichen Lebens sind und viele Lebensbereiche durchdringen.
An den Texten, Aufsätzen, Essays (oder wie auch immer man das nennen könnte, was ich hier schreibe), arbeite ich ständig weiter. Das heißt, es kommen neue Texte hinzu oder bereits bestehende werden erweitert oder verändert.

Die Links

Leider gibt es nur sehr wenige andere Websites, die sich mit den Inhalten meines Blogs vertragen. Die paar wenigen, auf die ich verlinke, habe ich geprüft und als informativ empfunden. Für die Inhalte dieser Seiten übernehme ich natürlich keine Haftung, da ich nicht ausschließen kann, dass nicht doch in irgendeinem Winkel einer Seite etwas steht, was gegen die guten Sitten oder Gesetze verstößt.

Das Copyright

Das Kopieren und die Weiterverwendung meiner Texte kann ich nicht ohne Weiteres gestatten. Ich habe viel Zeit und Arbeit in sie investiert und tue es noch immer. Sie sind im Fluss, auch wenn dieser manchmal zäh ist. Wenn du Texte von mir kopieren und weiter verwendet möchtest, schreib mir bitte eine E-Mail und teile mir kurz mit, für welchen Zweck du welche Texte verwenden möchtest. Wenn ich damit einverstanden bin, werde ich dir mein Okay geben.

Die Bilder

Das Bild von Mark Zuckerberg auf der Reptiloiden-Seite habe ich vom Fernseher abfotografiert. Das Bild von George Bush auf der selben Seite habe ich der Psiram-Webseite entnommen. Die beiden Fotos auf der Seite »Ufo-Sichtungen« stammen von Dominikus Schmidt (Dominikus Dosh), der sie für mich in meinem Auftrag gemacht hat.
Das verwendete Hintergrundbild der Erde stammt von der »Astronomie-Ausstellung am Panoramaweg in Wasserburg am Inn«. Sternwarte Uni Erlangen. Da mein Blog keinerlei kommerzielle Ambitionen besitzt und das Foto frei im Internet verfügbar ist, war ich so frei es als Hintergrundbild zu benutzen.

Kommentare, Anregungen, Kritik

Für Meinungen, Kritik und Anregungen bin ich außerordentlich dankbar. Gibt es vielleicht noch andere Themen, über die ich schreiben sollte? Hast du bei irgendeinem Thema vielleicht eine andere Meinung? Bist du vielleicht der Meinung, dass das eine oder andere, vielleicht sogar alles was ich schreibe, kompletter Quatsch ist? Dann hinterlasse einen Kommentar.


17 thoughts on “Impressum

  1. Hallo Michael!

    Weil ich gerade über das Denken, besonders das gewohnheitsmäßige Denken, nachdenke und sehen wollte, was andere so denken, bin ich auf Deine Seite hier gestoßen. Alle Achtung! Du schreibst lesbar. Ich werde hier öfters aufkreuzen.

    Du schreibst hier unter "Die Texte", dass alles zu 100 % Deine Gedanken sind und Du nicht durch Literatur oder Gedanken anderer Menschen inspiriert wurdest. Interessant. Für mich sind gerade solche Inspirationen wichtig, um die Gedankenmaschine in Bewegung zu halten. Sind das Lesen und die Gespräche nicht wichtig? Na, vielleicht habe ich Dich nur nicht richtig verstanden.

    Mit bestem Gruss

    Klaus

  2. Hallo Klaus,

    naja, vielleicht stimmt es nicht wirklich, dass ich mich nicht durch die Schriften und Gedanken Anderer inspirieren oder beeinflussen lasse. Wahrscheinlich ist so was gar nicht möglich, selbst wenn man diesen Vorsatz hat. Und wirklich wünschenswert ist es wahrscheinlich auch nicht, denn warum sollte man die guten Gedanken und Ideen anderer nicht übernehmen und vielleicht auch weiterentwickeln, bzw. präzisieren, wenn man das kann? Es wäre dumm, täte man das nicht!
    In dem Text „Die Texte“ meinte ich, dass alles, was ich hier schreibe, von mir stammt, ich also nirgendwo abgeschrieben habe, auch nicht sinngemäß. Ich habe natürlich viele Bücher gelesen, philosophische und naturwissenschaftliche und bin, im Rahmen der Entwicklung, die ich durch diese Lektüre erfahren habe, bestimmt inspiriert und beeinflusst worden, ohne dass mir das direkt bewusst ist. Aber ich versuche dieses angelesene Wissen nicht neu interpretiert hier wiederzugeben, sondern in der Tat nur meine eigene Gedanken – soweit es sich denn um eigene Gedanken handelt. Vielleicht habe ich ja das ein oder andere unbewusst von irgendjemandem übernommen. Das wäre eigentlich nur normal!

    Danke für den Hinweis. Ich werde den Text von "Die Texte" dementsprechend ändern.

    Prima, dass du meine Texte lesbar, also leicht verständlich findest. Das ist mir sehr wichtig. Ich lege beim Schreiben viel Wert darauf, dass ich ohne Weiteres verstanden werden kann.

    Gruß

    Michael

  3. Hallo Michael!

    Ich hatte mir schon gedacht, wie Du das meinst. Natürlich werden wir, und gerade dann, wenn wir lesen und sinnvolle Gespräche führen, inspiriert. Besonders durch neue Eindrücke, für die wir offen sein sollten, erweitert sich das Bewusstsein und wir durchbrechen das gewohnte Denken. Wenn dann im Geschriebenen neu formulierte Gedanken entstehen, ist das doch wunderbar. Es wird jedoch oft Spuren geben, die zu der einen oder anderen Ansicht eines Autors oder Gesprächspartners führen.

    Das noch mal eben als Gedankenbeitrag von mir.

    Schönen Tag noch!

    Klaus

  4. Lieber Michael,

    Deine Seite ist hochinteressant – meinen herzlichen Glückwunsch. Es gibt sehr viele Menschen, die etwas zu wissen glauben und deshalb mit dem Suchen aufhören. Auf Deiner Seite fühle ich den ganz klaren Geist der Suche; und zwar der Suche nach Wahrheit. Ich glaube, das Geheimnis der Wahrheit ist gar kein Geheimnis, wie ich übrigens in dieser ganzen Schöpfung keine Geheimnisse erkennen kann, außer vielleicht dem Geist als das Geheimnis hinter den (sichtbaren, begreifbaren) Dingen. Unterteilt man die Gedanken technisch also aufgrund ihres Aufbaus, dann ergeben sich sehr einfache Erklärungsmodelle für viele Rätsel, die seit Jahrtausenden immer wieder von großen Denkern und steten Suchern thematisiert wurden. Ich selbst beschäftige mich seit 1990 mit dem Wesen der Natur (das-sein.de) und seit 2006 mit dem Wesen unserer Gedanken. Vielleicht kann ich hier etwas mit meiner Arbeit beitragen. Hier einige Gedanken daraus: Wir denken zum einen in Begriffen, also rational, und wir denken andererseits in Empfindungen, also emotional. Rationale Modelle sind letztlich Entscheidungen, die Dinge in einer bestimmten Art und Weise zu strukturieren, also beschreiben. Rationales Denken ist meiner Meinung nach hauptsächlich das fällen von Entscheidungen. Rationales Denken ist regel- und formelbasiert und ist eine zivilisatorische Eigenschaft in der ausgeprägten Form, wie wir sie benutzen. Als Gefühle bezeichnen wir das Gegenteil vom Denken. Das kann ich allerdings nicht nachvollziehen, weil der größte Teil unserer konkreten täglichen Denkprozesse gar nicht auf unseren rationalen Modellen basiert. Tatsächlich sind es nur ein sehr kleiner Anteil unserer Gedanken, die auf rationalen Modellen und Regeln basieren. Die meisten unserer Gedanken und ich meine damit echte sehr mächtige Intelligenz, basiert auf die Auswertung von Erinnerungen jeder Art, die wir als Muster ablegen. Emotional denken wir musterbasiert und zwar mit einer affenartigen Geschwindigkeit oder besser in Echtzeit. Eine solche Denkweise setzt eine so hohe Rechenleistung und so ausgefeilte Algorithmen voraus, dass unsere Ratio, die mit etwa 6 bis 8 Gedanken pro Sekunde denkt, sich das gar nicht vorstellen kann. Beim Autofahren mit etwa 160 Km/h auf einer Autobahn, verarbeiten wir etwa 10000 Informationen pro Sekunde. „Unglücklicherweise“ haben diese Art des Denkens per Grundannahme willkürlich zum Un- oder Unterbewusstsein erklärt. Dadurch entsteht die ziemlich unglückliche Situation, dass wir 80 bis 90% unserer Intelligenz dem Unbewussten zuordnen. Aber keine Panik, tatsächlich benutzen wir diese Intelligenz auf ganz natürliche Art und Weise, denn hier versteckt sich der Teil unseres Denkens, den manche als das Denken des Herzens oder den Schopenhauer als den natürlichen Menschenverstand bezeichnete, von dem er sagte: „Natürlicher Verstand kann fast jeden Grad von Bildung ersetzen, aber keine Bildung den natürlichen Verstand.“
    Die meisten Menschen werden meine Behauptung über das emotionale Denken jetzt so gar nicht nachvollziehen können, weil sie keine rationale, also begrifflich Formel oder Methode für musterbasierte Denken kennen. Wir werten unsere Erinnerungen (Wissen, Erfahrungen, Erkenntnisse usw.) über Wahrscheinlichkeitsbetrachtungen aus. Hierzu multiplizieren wir Erwartungen mit Eintrittswarscheinlichkeiten. Dieses Verfahren benutz man bei Risikobetrachtungen. Diese Formel dient aber auch zur „Berechnung“ von Chancen, wobei Risiken eben eine negative Erwartung sind und Chancen eine positive. Berechnet ein solches Risiko formal, also quantitativ, wie es in technischen Anwendungen zum Teil gemacht wird, dann ist das extrem aufwendig. Wir schätzen aber diese Erwartungen und Wahrscheinlichkeiten ständig und ohne Mühe ab. Ich glaube, es ist durchaus kein Zufall, dass wir beim rationalen Denken extrem viel Energie verbrauchen und dass wir emotional praktisch ohne Mühe denken, obwohl wir sehr viel höhere Rechenleistungen, also Informationen pro Sekunde verarbeiten.
    Ein gutes Beispiel für das emotionale Denken zeigt die Aussage:“Es ist verdächtig ruhig.“ Alle sensorischen Sinne liefern also kein rational auswertbares Signal und trotzdem schaltet sich plötzlich der Verdacht ein.

    Das klingt jetzt womöglich etwas mystisch und ich erinnere daran, dass es sich um ein von mir entwickeltes und keineswegs anerkanntes Lehrwissen handelt. Ganz im Gegenteil! Ich wurde von einem wissenschaftlichen Lektor im Jahre 1999 furchtbar über 4 DIN A4 Seiten beschimpft, weil er meine Behauptung aus meinem Buch nicht nachvollziehen, dass unsere Kommunikation max. etwa 10% aus strukturierte (begrifflicher) Kommunikation besteht. Heute würde diese Aussage wohl kaum noch jemand ernsthaft in Frage stellen. Wahrscheinlich ist der Anteil sogar noch geringer, da der Sprecher seinen Worten eine Bedeutung gibt und auch noch sicherstellen kann, dass seine Worte auch identisch beim Hörer ankommen, aber nicht verhindern kann, dass der Hörer den identischen Worten eine ganz andere und willkürliche Bedeutung gibt.

    Ganz unabhängig davon, wie die Geisteswissenschaften mit diesen Themen umgehen, beschäftigt sich die Physik schon sehr lange mit dem Phänomen des Dualismus, also der physikalischen Zweiteilung der Welt in eine Welt der Körper und eine Welt der Schwingung, eine Fähigkeit, die übrigens bislang nur dem Licht zugeschrieben wurde, mittlerweile aber wohl auch bei allen Formen nachgewiesen oder zumindest untersucht wird.

    Die Welt ist Schwingung!

    Man könnte unsere rationalen und emotionalen Gedanken also mit Musik und Noten vergleichen, die zwar die Musik in einer willkürlichen Art beschreiben aber eben keine Musik sind. Die Welt wäre demnach Schwingung und absolute Wahrheit, während alle rationalen Beschreibungen von ihr eben nur willkürliche Modelle sind.

    Zeichnet man Entscheidungen über Zeit auf, dann entsteht eine Folge von geraden Linien (Phasen ohne Entscheidung) und Winkeln (Entscheidung). Schwingungen bewegen sich Kurven und Kreisen (Wellen). Es ist interessant, dass die Mathematik diesen Übergang von den Linien und Winkeln zu den Kreisen über die sogenannten irrationalen Zahlen (zum Beispiel Pi) vollzieht.

    Der Vollständigkeitshalber möchte ich noch erwähnen, dass es mindestens noch eine Gedankenart geben muss (nach diesem Modell), nämlich die Intuition. Grund für diese Aussage ist, dass wir weder emotional noch rational Verfahren kennen, um neue Gedanken zu berechnen/herzustellen usw.

    Aus dieser nun auch technisch sehr konkreten Definition der Arbeitsweise unserer Gedanken, lassen sich eine ganze Reihe von Phänomenen erklären, die bislang nicht zu erklären waren, wie zum Beispiel den natürlichen Menschenverstand, den ich zusammen mit dem freien Willen als selbstbestimmtes Denken, natürliches Denken, bezeichne.
    Das rationale Denken ist keine natürliche Eigenschaft, sondern eine „Fehlfunktion“ des nicht natürlichen Denkens, das angstbesetzte Denken als Gegensatz zum selbstbestimmten Denken.

    Wir erzeugen rationale Modelle von der Welt, die letztlich mit der Welt (Schwingung) nichts zu tun haben, das erzeugt Angst und durch Angst ändert die Ratio ihre Ausrichtung vom Streben nach Ordnung zum Streben nach Sicherheit, wodurch sich eine Angstspirale ausprägt, die meiner Meinung nach, das furchtbare Durcheinander auf der Welt erzeugt.

    Das Problem mit diesen beiden so modellierten Gedankenarten ist, dass beim rationalen Denken, als zivilisatorische Eigenschaft, die Regeln der formalen Logik streng einzuhalten sind, wenn verallgemeinerbare Ergebnisse herauskommen sollen. Die meisten Menschen kennen aber die formale Logik gar nicht, die übrigens auch die Grundlage des Messens darstellt und seit vielen Jahrhunderten also praxiserprobt ist – ohne zu vergessen, dass es sich um ein menschgemachtes Modellkonstrukt handelt. Die formale Logik oder das Messen sind in drei Phasen unterteilt, die streng einzuhalten sind: 1. Grundannahmen, 2. Messung/Beobachtung und 3. Ergebnis und Zweifel bzw. Fehlerdiskussion.
    Diese einfach klingende Methode ist in der Praxis leider nicht ganz so einfach und es braucht schon einige Monate, bis man diese Arbeitsweise tatsächlich versteht. Zunächst ist festzustellen, dass man nichts messen/beobachten kann, was man nicht kennt. Das liegt daran, dass die Messung und die dazu benötigten „Werkzeuge“ (Instrumente oder auch Modelle) davon abhängen, was man genau messen will. Letztlich heißt das aber, dass die Welt nur das sein kann, was man denkt, was sie ist. Hört sich befremdlich an, begründet sich aber auf dieser sehr grundlegenden Notwendigkeit beim Beobachten und Messen. Richtiges Messen oder verallgemeinerbares Beobachten (verallgemeinerbares rationales Modellieren, logisches rationales Denken) erzwingt aufgrund dieser Notwendigkeit, dass man unterschiedliche Grundannahmen untersucht. Da hört es bei den meisten alltäglichen Denkprozessen wohl schon meistens auf. Beim Messen selbst ist nun die Kunst, dass man tatsächlich misst und nicht seine eigenen Grundannahmen bestätigt. Auch dieser Fehler ist extrem weit verbreitet, sogar in Fachgebieten, die einen wissenschaftlichen Anspruch für sich erheben. Und schließlich ist das Ergebnis einer solchen Messung nicht nur ein Ergebnis, sondern ein Ergebnis und eine Fehlerdiagnose. Der Zweifel gehört also zwingend zum formal logischen Denken dazu.

    Beim musterbasierten Denken ist der Zweifel „tödlich“. Außerdem kommt bei der Wahrnehmung von Empfindungen das Problem hinzu, dass unsere Erinnerungen durch die Schwingung einer Empfindung angeregt werden. Denken aber auch Ängste und Zweifel verfälschen diese Wahrnehmung, weil wir Denken, dass wir fühlen aber nicht fühlen, sondern nur denken. Diese Gedanken lösen aber ihrerseits Gefühle (Erinnerungen) aus usw. Man muss also seine Gedanken (auch Erinnerungen) heilen/lösen/leutern um diese Wahrnehmung sinnvoll zu nutzen.

    Die Intuition ist jedoch die anspruchsvollste Denkweise, wobei ich davon ausgehe, dass Intuition nicht die rationale Reflektion der Emfindung, sondern die Empfindung selbst ist. Wenn also von einer inneren Stimme die Rede ist, dann kann das meiner Meinung nach nur die rationale Reflektion einer Empfindung/Eingebung usw. sein.

    Das hört sich jetzt wahrscheinlich auch sehr mystisch und geheimnisvoll an, ist es aber gar nicht, wenn man sich einige Besonderheiten von Schwingungen vor Augen führt.

    Schwingungen haben die Eigenschaft, dass sie immer eine Schwingung bilden. Ob in einer Tonaufnahme eine Trommel oder ein ganzes Orchester aufgenommen ist, es ist eine Schwingung (Stereosignal). Selbst wenn das ganze Universum aufgenommen würde, so ergäbe sich genau eine Schwingung. Ich gehe deshalb davon aus, dass die ganze Welt aber auch unser Geist letztlich eine Schwingung ist.

    Ich würde mich gerne mit Dir mal so austauschen; vielleicht mal telefonieren oder auch mal einen Kaffee trinken.
    Ich suche Menschen, die sich um Frieden bemühen; hier mal eine Ausarbeitung von mir dazu: http://natuerlicher-verstand.de/Fragen/ZGGWGS.pdf

    Da ich in Blogs nicht so aktiv bin, wäre es mir lieber, wenn dieser Text nicht öffentlich wäre. Aber grundsätzlich ist das auch okay.

    Es würde mich freuen, von Dir zu hören.
    Dir und den Deinen alles erdenklich Gute und eine Wunder-volle Zeit.

    Sebi

    1. Hallo Sebi,
      vielen Dank für deinen langen Kommentar bzw. deine ausführliche Ausführung zum Thema „rationales/irrationales Denken.“
      Ich bekomme ja nicht all zu oft Kommentare und die meisten stammen von Spinnern (Verschwörungstheoretikern oder Rassisten etc., die sich über den Mist, den ich hier schreibe, aufregen). Die wenigsten Kommentare haben einen kreativen Charakter und sind deswegen als positives Feedback besonders wichtig.
      Deswegen freue ich mich natürlich sehr über deinen Kommentar, denn ich brauch die Anregung, da ich immer noch an meinen Texten arbeite und sie weiterentwickle. Schon bei der ersten, oberflächlichen Lektüre deines Kommentars habe ich ein paar neue Gedanken gehabt.
      Ich werde ein paar Tage brauchen, um ihn ganz „durchzuarbeiten“ und werde anschließend detailliert auf deine einzelnen „Thesen“ eingehen. Vorher werde ich wohl auch noch „Sind Freiheit, Frieden und Wohlstand für alle Menschen nur ein ewiger Traum?“ durchlesen.

      Ich habe deinen Kommentar nach dem Lesen der ersten paar Sätze gleich freigeschaltet. Erst am Ende schreibst du, dass dir das eigentlich nicht so recht ist. Da du es aber grundsätzlich okay findest, lasse ich es so (auch weil ich Kommentare aus SEO-technischer Sicht gebrauchen kann).

      Eine öffentliche Diskussion ist mir deshalb am liebsten, auf die ich schon Lust habe.

      Also, in ein paar Tagen werde ich ausführlich deinen Kommentar beantworten.

      Bis dahin, liebe Grüße
      Michael

  5. Hi Michael,

    eine Interessante Seite. Beim Lesen einiger deiner Texte oder Meinungen oder wie auch immer kam ich mir manchmal vor als ob sie sich beim Lesen gerade schreiben würden. Ich mache mir seit langer Zeit viele Gedanken über mich und über die Welt. Ich bin zu vielen Meinungen und Auswüchsen über vieles gekommen aber einiges von dem was Du hier schreibst bestätigt einiger meiner Gedanken über mich über meine Mitmenschen und über den Kosmos aus meiner Erfahrung und Realität heraus.
    Ich werde auf jeden Fall Deine Seite in meinen Favoriten ablegen und Deinen Gedanken in Wort und Schrift auf dieser Seite weiter folgen.
    Vielleicht besteht ja irgendwann auch die Möglichkeit sich persönlich auszutauschen.

    Grüße
    Sven

    1. Hallo Sven,
      danke für dein großes Lob. Ich versuche mich verständlich auszudrücken, sodass man sich beim Lesen nicht fragen muss, wie es gemeint ist.

      Vielleicht kannst du das ein oder anderer auf meinem Blog kommentieren. Es muss doch bestimmt irgendetwas geben, was dir nicht gefällt oder du zumindest anders siehst. Ich brauche Anregungen, denn manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich mit meiner Meinung richtig liege, oder vielleicht nicht sogar komplett spinne.

      Gruß Micha

  6. Danke, danke, danke.
    Danke, danke, danke, danke.

    Eine Frage.

    Intellektuell habe ich nie verstanden, was Dietrich Bonhoeffer gemeint hat, als er schrieb:

    „Den Gott, den es gibt, gibt es nicht!“

    Jahrelang knabbere ich schon an dieser Frage, sogar an seiner Exekutionsstelle von Flossenbürg.
    In unseremNachbarort Wachtberg wohnte sein bester Freund Bethge, den ich aber nimmer anrufen kann, weil er gestorben ist.

    1. Ich weiß nicht, in welcher Situation Bonnhoeffer das gesagt hat, aber ich könnte mir denken, dass er meinte, dass der Gott, an den er glaubt (den es gibt) – und meines Wissens hatte Bonnhoeffer einen sehr festen Glauben – keinen Einfluss auf unsere Welt in der Gegenwart nimmt, er also jetzt nicht vorhanden ist (gibt es nicht) und daher ist die Welt in Unordnung.

  7. Michael, du hast oben Staatsformen erwähnt.
    Demokratie ist die beste unter all den fragwürdigen Möglichkeiten. Auch wenn wir immer mündigere Bürger werden. Befriedigend gut wird es nie, nicht?
    Im Jahr 1968 hat ein Buch von Moltmann besonderes Aufsehen erregt. Es hatte die These:
    „Es wird alles besser und besser!“ Wir Studienteilnehmer trafen uns nach dem gründlichen Lesen und Nachdenken in Edinburgh. Prof. Thielicke aus Hamburg war einer der Referenten, was für uns mangelhaft englisch sprechende Jugendliche eine große Hilfe war.
    Der Gründer der völkerversöhnenden Edinburgher Festspiele, der alt gewordene Lord Provost,

    Bürgermeister der Nachkriegszeit lud uns alle zu einem sehr langen Diskussionsabend in sein Wohnzimmer ein (was für den Junggesellen freilich leichter ist), setzte sich vor den Kamin und ich war schon von seinem ersten Satz überrascht: „Ich möchte Euch von meinem guten Freund Fidel Castro erzählen.“ Während des ganzen Abends ging es um das not-wendige, „notwendende“
    (?) Kommunismus-Experiment in Kuba. Also die arge Situation des USA-Einflusses, die Hoffnungslosigkeit und dann der Umbruch. Schwierig war alles für das arme Volk.

    Erst viel später habe ich gut verstanden, warum der Bürgermeister dieses Thema für uns deutsche Jugendliche gewählt hat. Die Nazis hatten vorrangig Hass gegen jüdische Menschen und Bolschewiken gesät….
    Und jetzt, irgendwie alt geworden, meine ich, dass ich im Gegensatz zu dir fest überzeugt bin.
    dass alles Menschenfeindliche in Zukunft viel ärger und alles Schöne viel menschenfreundlicher werden wird und wir leben dazwischen. Die Linie geht mitten durch jedes Herz und Gehirn.

  8. Alles Menschenfeindliche wird in Zukunft viel ärger und alles Schöne viel menschenfreundlicher???
    Ich bin Psychologe, nicht nur von meinem Studium her, sondern viel stärker war sicher der Einfluss, den meine Seminare, meine Beratung und die von mir geschriebenen Bücher auf mich hatten, denn man lernt vor allem das, was man versucht anderen zu vermitteln. Ich habe also viel zu wenig über das nachgedacht, was in der Gesellschaft passiert (das Menschenfeindliche in der Gesellschaft). Da magst Du Recht haben?!
    Dass das Schöne menschenfreundlicher wird, vermag ich allerdings nicht zu erkennen – und immerhin beobachte ich sehr bewusst die Menschen, ihre Nöte, Sorgen und Bedüfnisse, aber auch ihre Freuden, ihr Glücklichsein, seit mehr als 60 Jahren. Ich vermag keinen „Fortschritt“ zu erkennen – und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pessimistischen Grundhaltung heraus behaupte, denn mir geht es (unverdient?) sehr gut und ich bin sehr glücklich. Ich sage das auf Grund der Beobachtung der Menschen, denen ich seit Jahrzehnten zu helfen versuche.

    1. Alles Menschenfeindliche wird in Zukunft viel ärger und alles Schöne viel menschenfreundlicher???

      Wo habe ich denn das geschrieben? Ich habe den Text auf dieser Seite noch einmal durchgelesen, aber ich kann keine solche Stelle finden. Auch nichts, was man so interpretieren oder verstehen könnte. Aber wer weiß, vielleicht irre ich mich ja. Vielleicht könntest du mir diese Stellen aufzeigen. (Aber diese „Über-mich-Seite“ muss sowieso überarbeitet und gründlich gekürzt werden.)
      Allgemein schreibe ich auf meinem Blog: Die Menschheit (also die Spezies Mensch) entwickelt sich im Laufe ihrer Existenz immer weiter – wie alles andere auch. Das kann man beobachten. Niemand kann abstreiten, dass die Menschheit sich im Laufe der letzten 10000 Jahre ethisch und moralisch weiterentwickelt hat. Mag sein, dass diese Weiterentwicklung noch nicht groß ist, doch darauf kommt es nicht an. Wichtig ist, dass es sie gibt. Daraus lässt sich ableiten, dass unser „moralisch-ethische“ Niveau eines Tages tatsächlich so hoch sein wird, dass eine mehr oder weniger globale Friedlichkeit möglich wird.

      Dass das Schöne menschenfreundlicher wird, vermag ich allerdings nicht zu erkennen …

      Also, wie gesagt, ich wüsste nicht, wo ich das behaupte …
      Gibt es Schönes, das nicht oder nur wenig menschenfreundlich ist und deswegen noch (mehr) Menschfreundlichkeitspotenzial besitzt? Schönheit ist natürlich relativ und deswegen kann mit „Schönes“ an dieser Stelle auch „Alles“ gemeint sein. Für manche Menschen ist der Zustand des Besoffenseins etwas Schönes, für andere etwas Hässliches. Ich verstehe den Satz ehrlich gesagt nicht (richtig?) und meine Bemühung, zu irgendeiner Assoziation zu finden, ist ohne Resultat.

      Ich vermag keinen „Fortschritt“ zu erkennen …

      Also, ich verstehe nicht, wie du darauf kommst. Sicherlich sind wir noch nicht weit in unserer Entwicklung. Es besteht jedoch ein signifikanter Unterschied zwischen heute und beispielsweise dem Mittelalter. Ketzer werden (zumindest in der christlichen Welt) heute nicht mehr hingerichtet. Das ist doch schon mal was!

      … und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pessimistischen Grundhaltung heraus behaupte, denn mir geht es [] gut …

      Na ja, man kann auch Pessimist sein, wenn es einem gut geht, und man kann Optimist sein, wenn es einem schlecht geht.

      Ich kann jedenfalls, wenn ich die Menschheit als Ganzes betrachte, nur optimistisch sein. Die Menschheit wird sich zum Positiven weiterentwickeln, auch wenn es noch Jahrtausende dauert. Das ist es, was ich wahrnehme. Aber wer weiß? Vielleicht ist ja das, was ich als Wahrnehmung wahrnehme, gar keine Wahrnehmung, sondern nur Denken, Wünschen, Hoffen … (fehlerhaftes) Assoziieren u.Ä. Sicher sein kann ich mir da nicht.

      1. Lieber Michael, zunächst vielen Dank, dass Du Dich so eingehend mit meinem Text auseinandergesetzt hast. Du hast mir Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt: Was gibt es Wichtigeres? Ich möchte Dir gerne diese Aufmerksamkeit zurückgeben:
        Das Unverständnis, das Du zurecht zum Ausdruck bringst, liegt wohl darin begründet, dass ich auf den Text von Akire geantwortet habe, während Du dachtest, ich antworte auf Deinen Text. Ich habe da wohl eine falsche Zuordnung getroffen. Tut mir leid.
        Nun zu Deinem Text vom 30. Oktober: Ich stimme Dir zu, dass sich die Menschheit wahrscheinlich auch „ethisch und moralisch“ weiter entwickelt. auch dann, wenn mich das irrationale Verhalten einzelner Islamisten und oder die Abwertung von „Wahrheit“ in den USA hin und wieder zweifeln lässt. Daraus abzuleiten, dass in einer fernen Zukunft „mehr oder weniger Friedlichkeit“ möglich ist, ist optimistisch – aber ich bin auch Optimist. Das Problem liegt darin, dass wir uns offensichtlich intellektuell weiter entwickeln, dass aber Werturteilen nur selten auf Grund von Einsichten gefällt werden sondern sich an Religionen oder Ideologien orientieren. Ob sich die friedlichen Ideologien wie Humanismus oder Buddhismus dursetzen werden, bleibt abzuwerten.
        Ketzer werden heute nicht mehr hingerichtet, oder zumindest nur noch selten öffentlich verbrannt, aber wie oft, werden auch heute noch Menschen getötet (oder zumindest eingesperrt), weil sie eine andere Meinung als die der Mächtigen, der Mehrheit oder der einiger Fanatiker besitzen. Ist der Unterschied zu früher so groß? Freilich, heute ist kein Krieg zwischen westeuropäischen Staaten mehr vorstellbar und mein Vater, der in beiden Weltkriegen gekämpft hat, pflegte zu mir zu sagen, dass die Franzosen unsere „Erbfeinde“ sind, mit denen eine Aussöhnung unmöglich ist. Wie gerne würde ich ihm sagen, dass ich heute nach Paris fahren kann und noch nicht einmal einen Reisepass brauche und dort mit dem gleichen Geld bezahle wie zuhause. Du siehst: Ich bin in meiner Überzeugung hin und her gerissen.
        Dein Optimismus ist begründet, wenn es noch mehr Menschen gibt, die über ihr und das Tun anderer weltoffen und ernsthaft selbständig nachdenken – so wie Du es offensichtlich tust. Vielleicht hilf ja auch langfristig die Vernetzung der Welt über das Internet.

  9. Mir kam und kommt es immer wie ein Naturgesetz vor, dass ethisch Schönes (gibt es Schönes ohne Ethik?) die Tendenz hat, auszureifen, sich der Vollkommenheit schrittweise anzunähern, sich also zu erfüllen. Und wir suchen dazu Gleichgesinnte. Wir brauchen sie existenziell!
    In der Heimat meiner ausländischen Ahnen formulierte man: „Handeln wir doch jetzt
    s c h ö n ! “

    Dass es beim Zerstörerischen auch so ein „Naturgesetz“ gibt, fiel mir auf, als ich als junges Mädchen las, welche Pläne Hitler und seine Mannen für die Zeit nach dem gewonnenen Krieg
    für Euroa und die ganze Erde hatten. Über diese Konsequenz der Schrecklichkeiten haben bis heute zu wenige Menschen erfahren.

    In dieser Zeit wurde ich von einer viel älteren Nachbarin, einer Ärztin, eingeladen.
    Sie erzählte mir bei einer Tasse Kaffee, dass sie so stolz wie ihr Freundeskreis war, von Hitler nach Berlin eingeladen worden zu sein. Er empfing alle mit einer freundlichwirkenden Rede und führte die ganze Gruppe persönlich durch Räume des Reichstagsgebäudes. Plötzlich hat er sich umgedreht und gesagt: „Ich komme mir vor wie der Rattenfänger von Hameln!“

    Diese Medizinerin hatte seit dem schneereichen russischen Winter immer Giftkapseln in ihrer Geldbörse….

  10. Liebe Akire, wie kommst Du auf die Idee, dass es ein „Naturgesetz“ ist, dass sich alles „ethisch Schöne“ „der Vollkommenheit schrittweise“ annähert. Worauf beziehst Du das? War die Lehre von Jesus Christus nicht „ethisch schöner“ als das was die katholische Kirche in den Jahrhunderten danach darauf gemacht hat?
    Dass es ein „Naturgesetz“ des Zerstörerischen (der Aggression) gibt, kann ich eher nachvollziehen. Die Psychologie sagt (etwas vereinfacht), dass Frustration Aggression auslöst. Deutschland war nach dem ersten Weltkrieg als Volk und Land extrem frustriert, denn es hat nicht „eingesehen“ dass es alleine Schuld an dem ersten Weltkrieg und an der Niederlage hatte (Dolchstoßlegende) und dass daher die Reparationen und die Demütigungen ungerechtfertigt waren. Die daraus entstehenden Aggressionen hat Hitler sehr erfolgreich genutzt, um sie gegen die Juden, die Linken und das Ausland zu richten. Vorhandene Aggressionen auf irgendeinen (vermeintlichen) Feind zu richten, passiert auch heute in der Politik immer wieder.
    Aber die Geschichte von Hitler, der sich als „Rattenfänger von Hameln“ fühlte gefällt mir ausnehmend gut. Es scheint so zu sein, als ob Hitler in einem „lichten Moment“ erkannt hat und sogar ausgesprochen hat, das er nicht mehr anzubieten hat, als der Rattenfänger und dass seine Gefolgsleute, die an ihn glaubte und ihm folgten, nichts als „Ratten“ waren. Eine tolle Geschichte!!! (Man könnte diese Geschichte als ein Beispiel für einen Freud’schen Versprecher auffassen, der aus seinem tiefen Unbewussten kommt, denn sicher war ihm nicht bewusst, was er damit gesagt hat.)

  11. Auch ich habe gedacht, die Lehre Jesu sei schöner! Geklammert habe ich mich an ihn als Kind, weil es

    Jeder von uns kann am eigenen Werdegang erkennen, dass es diesen Trend zum ganz Guten und ganz Schlechten gibt. Nur ein Beispiel: Aufgrund arger Kindheitserlebnisse wollte ich so gern ein guter Mensch werden und habe recht früh damit angefangen, ein ausgeprägtes Helfersyndrom zu entwickeln.
    Weil nichts auf dieser Welt stagniert, bleibt auch dieses bei keinem Menschen so wie es ist.
    Ich merkte irgendwann, dass es „kein gescheites Liebhaben“ ist, dass man Machtgefühl entwickelt, eingebildet wird, belohnt werden möchte, oft mehr schadet als nützt und Menschen fast immer klein macht, erniedrigt.
    Ohne Kritik zuschauender Leute hätte ich noch viel länger ziemlich falsch gelebt. Die allerbeste Freundin, die ich je hatte, die Austauschlehrerin Jacqueline de Mercy fragte mich einmal in einem Restaurant irritiert:
    „Warum strahlst Du jetzt so? Ich habe Dich doch gerade extrem hart kritisiert!“
    Sie hatte mir ein goldenes Tor geöffnet, aber erst 10 Jahre (!), nein vielspäter konnte ich hindurchgehen oder noch immer nicht??

    Täglich hatten wir Gedankenaustausch, z.B. über den biblischen Satz, der in neuen Übersetzungen gemildert wird: „Wer sich nicht hasst, kann nicht mein Jünger sein!“ Diese Aussage, also diese Saat war in meiner Schulzeit auf viel fruchtbareren Boden gefallen als auf dem meiner ganzen Schulklasse.
    Und meine Konsequenz war sehr gefährlich, ist noch nicht mal jetzt weg.

    Seine andere Weisung, alles um seinetwillen aufzugeben, hat Jaquelines dazu bewegt, wegen des inneren Konfliktes eines sie liebenden Straßburger jungen Priesteramtskanidaten, das Weite zu suchen, also in Deutschland zwei Jahre im Schuldienst zu sein.
    War Jesus wirklich liebender als ein wirklich humaner Mensch? Hat er seine Feinde geliebt, sie zu verstehen getrachtet?
    Welch ambivalentes Gottesbild hatte er! Denken wir an die Noah-und Verlorenen-Sohn-Geschichten.
    Er sah das Glaubenkönnen wie Mohammed Jahrhunderte später als ethisch gute Tat an und das ist ein besonders folgenreicher zerstörerischer Gedanke, der unglaubliches Leid hervorgerufen hat, das jetzt am Vergehen ist in Deutschland, aber in muslimischen Ländern die Menschen geistig weiter vergewaltigt.

    Jesus freute sich sehr über die Antwort der kanaanäischen leidenden Mutter, zu der er gesagt hatte, dass es nicht richtig sei, den Kindern das Brot wegzunehmen und es den Hunden vorzuwerfen:
    „Und doch fressen die Hunde, was von des Herren Tisch fällt!“

    Es gibt mehr als 70 inhumane Aussagen von ihm und gute doch auch, vielleicht genauso viele.
    Wir wissen ncht, welche davon ihm in den Mund gelegt worden sind. Aber wie es auch sei, er war einfach ein lebensunerfahrener junger Mann, den man wie niemanden hätte töten sollen, der sich als 70jähriger sicherlich innig für Manches entschuldigt hätte, nicht nur für das Scheidungsverbot usw.

    Ich habe mich unglaublich an ihn geklammert, fast mein ganzes Leben lang. Das war nicht das Wahre, lieber Jens-Uwe.

    Böse bin ich ihm nicht. Die Erwartung auf das Kommen des Messias war sehr groß und er hat hin und her überlegt, sich aufrichtig geprüft, ob er diese Rolle einnehmen sollte.

    zu Arges damals gab und mit dem Lesen der Bibel mein ganzes Leben wahrscheinlich übertrieben.

  12. Weil ich Euch gestern von der Ärztin erzählt habe, dachte ich heute immer wieder an sie zurück.
    Einmal sagte sie: „In unserem Tübinger Studentenwohnheim haben wir oft bis in die tiefe Nacht hinein diskutiert, Geistesblitze von uns gegeben, wollten andere Kommilitonen, vor allem stillere, übertreffen……
    Nach einem meiner besonders imponierenden Wortmeldungen lag ich darnach einmal sehr erschöpft im Bett und stelle Dir vor; ich erkannte plötzlich, dass ich doch ganz genauso engagiert, glaubwürdig und intelligent das genaue Gegenteil meiner Meinung in diesem heftigen Streitgespräch verfechten hätte können!“

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