Die ethische Entwicklung der Außerirdischen


Entwicklung ist ein kontinuierlicher Prozess

Manchmal wird behauptet, es gäbe keine Weiterentwicklung der menschlichen Ethik und Moral, sie wäre eingebildet oder Wunschdenken. Wir würden immer Raubtiere bleiben, denn das Leben wäre ein ewiger Überlebenskampf. Wer das Gegenteil behauptet, wird als naiv oder »Gutmensch« bezeichnet oder beschimpft. Die Argumentation der Entwicklungsskeptiker lautet vielleicht so:

Es gibt keinen Grund zu der Annahme, die Menschheit könnte sich im Laufe der kommenden Jahrhunderte und Jahrtausende ethisch grundlegend weiterentwickeln. Das hat sie während der letzten 2000 Jahre auch nicht oder nur unwesentlich getan. Deswegen wird es in den nächsten Jahrtausenden nicht anders sein. Gleiches kann dann von den Außerirdischen gesagt werden.

Ein von links oben nach rechts unter verlaufender brauner breiter Streifen, fleckig gemustert.

Doch wenn man die die Entwicklung der Menschheit mit der eines einzelnen Menschen vergleicht, ist diese pessimistische Betrachtungsweise voreilig. Menschen durchlaufen in ihrer Entwicklung mehrere Stadien: Säugling, Kleinkind, Kind, Jugendlicher, Erwachsener und Greis. In jeder dieser einzelnen Phasen weist ein Mensch ein bestimmtes Verhalten auf, einen bestimmten Grad der Reife. Als Jugendliche verhalten wir uns oft unreif, manchmal aus Übermut, manchmal aus Unwissenheit oder aus Dummheit. In der Erwachsenenphase tun wir das meistens nicht mehr, denn wir haben uns weiterentwickelt, wir haben dazugelernt. Diese Weiterentwicklung geschieht mehr oder weniger automatisch, sie ist keine bewusste Anstrengung. Sie ist wie ein im Hintergrund ablaufendes Programm, auf das wir keinen oder nur wenig Einfluss haben.

Beim einzelnen Menschen ist diese Entwicklung zwar nicht garantiert. Manche Menschen (vielleicht sogar viele) zeigen im Erwachsenenalter ein ähnliches unreifes Verhalten, wie in ihrer Jugend. Bei der Menschheit hingegen wird es in der Summe eine Entwicklung zur höheren Reife geben, denn alles, was wächst, entwickelt sich weiter, es reift aus.

Und die Menschheit kann als Organismus verstanden werden. Sie durchlief in ihrer Entwicklung nachweislich Stadien, die man mit der individuellen Entwicklung vergleichen kann:

Entwicklung Mensch - Menschheit

MenschMenschheitAusbreitungBewusstsein
SäuglingFrühgeschichtelokalunbewusst
KleinkindAntikeländlichbewusst
KindMittelalterkontinentalegoistisch
JugendlicherGegenwartglobalegozentrisch
Erwachsenerfrühe Zukunftsolarverantwortlich
Greisspäte Zukunftgalaktischweise

Die letzten beiden Phasen (Erwachsener und Greis) sind natürlich spekulativ, sie lassen sich aus den vorangegangenen jedoch ableiten. Die Tabelle könnte vielleicht etwas ausdifferenzierter sein, doch darauf kommt es nicht an. Sie ist bloß ein grober Entwurf und skizziert das Fortschreiten der menschlichen Entwicklung nur.

Geht alles mit rechten Dingen zu, (entwickelt sich normal), werden wir uns in ein paar Tausend Jahren also nicht mehr bekämpfen, ausrauben, versklaven, ausbeuten und betrügen.

Davon können wir ableiten, dass die möglichen Außerirdischen, die gegenwärtig in ihrer Entwicklung dort sind, wo die Menschheit erst in ein paar Tausend Jahren oder noch viel später sein wird, nicht mehr so drauf sind, wie wir heute.


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2 thoughts on “Die ethische Entwicklung der Außerirdischen

  1. Lieber Herr Michael,
    keiner raubt oder pluendert oder unterdrueckt ohne Grund. Grund ist der Zwang ums Ueberleben. Ein Grossteil der Menschen ist sofort zufrieden, und eben friedlich, wenn er ein Minimum seiner Existenz sichergestellt weis. Sehen Sie sich die Eskimos oder irgendeine andere Lebensgemeinschaft auf unserem Planeten an. Doch mit diesem Minimum an Zufriedenheit stagniert jedwede Entwicklung, wobei ich die positive Bedeutung dieses Wortes bewusst ignorieren moechte, sagen wir ein Vorwaertsschreiten. Dann gibt es unter uns noch eine Minderheit, die wollen nicht nur Essen sondern dinieren, die wollen nicht nur einen Regenschutz sondern eine komfortable Behausung. Das sehen jetzt die anderen Zufriedenen und dann sagen die sich, das wollen wir auch. Ich will, dass meine Kinder und meine Frau „besser“ leben sollten, als jetzt. Und ist der Gedanke erst einmal im Kopf eines Menschen gedacht, dann wird ueberlegt, wie man rauben und pluendern und andere ausbeuten kann. Der Unterschied unserer heutigen Zivilisation zur Vorzeit ist nur, dass viele von uns es heute legal tun. Frueher herrschte pure Willkuer. Das ist unsere, auch Ihre, Zivilisation. MfG, Terence

    1. Sie Schreiben:
      keiner raubt oder pluendert oder unterdrueckt ohne Grund. Grund ist der Zwang ums Ueberleben. Ein Grossteil der Menschen ist sofort zufrieden, und eben friedlich, wenn er ein Minimum seiner Existenz sichergestellt weis. Sehen Sie sich die Eskimos oder irgendeine andere Lebensgemeinschaft auf unserem Planeten an.

      Sehe ich genauso, allerdings gibt es auch Ausnahme. Manche Menschen rauben, plündern und unterdrücken, weil es ihnen Spaß macht, oder aus reiner Gewohnheit. Im Großen und Ganzen stimmt das aber schon, was sie sagen.
      Ich behaupte nirgendwo auf meiner Website das Gegenteil. Allerdings ändern sich die Umstände mit der Zeit. Heutzutage kommt man sehr viel leichter im Leben zurecht, ohne andere ausrauben zu müssen, als noch im Mittelalter. In Deutschland gäbe es heute beispielsweise für niemanden mehr einen Grund, einen anderen Menschen auszurauben.

      Sie Schreiben:
      Doch mit diesem Minimum an Zufriedenheit stagniert jedwede Entwicklung, wobei ich die positive Bedeutung dieses Wortes bewusst ignorieren moechte, sagen wir ein Vorwaertsschreiten.

      Das ist eine Theorie, die schnell gemacht, aber nicht bewiesen werden kann. In der Vergangenheit war es wahrscheinlich so, dass nur Kriege zwischen den Völkern technische Entwicklung möglich machten. Doch diese Zeiten sind vorbei. Die Menschheit entwickelt sich inzwischen mit einer anderen Dynamik weiter. Wir wissen inzwischen vom destruktiven Charakter des Krieges und vermeiden ihn, soweit es uns möglich ist. Das gilt natürlich nicht für alle. Im Mittelalter oder der Antike war das anders. Heute kann man beobachten: In den Regionen der Welt, in denen es besonders häufig Kriege gibt, schreitet die Weiterentwicklung nur langsam voran. Beispielsweise im arabischen Raum. In den Regionen, in denen Kriege heutzutage relativ selten sind, schreitet die technische, wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung relativ schnell voran. Beispielsweise im mitteleuropäischen Raum, in dessen Zentrum sich Deutschland befindet. Das sind Tatsachen, die man beobachten kann.

      Sie Schreiben:
      Dann gibt es unter uns noch eine Minderheit, die wollen nicht nur Essen sondern dinieren, die wollen nicht nur einen Regenschutz sondern eine komfortable Behausung.

      Naja, ich würde sagen, das trifft nicht nur auf eine Minderheit zu, sondern auf die große Mehrheit aller Menschen. Wir alle wollen so viel Komfort wir möglich. Wer die Möglichkeit hat, seinen Komfort zu erhöhen, der tut das auch. Ich habe jedenfalls noch nie gehört, dass jemand sagt: Ich KÖNNTE ein besseres Haus haben, KÖNNTE besseres Essen und bessere Kleidung haben, WENN ICH WOLLTE, aber ich lehne es ab und begnüge mich damit, in einer kleinen Hütte zu wohnen, schlechtes Essen zu haben und löchrige Kleidung zu tragen.

      Sie Schreiben:
      Das sehen jetzt die anderen Zufriedenen und dann sagen die sich, das wollen wir auch. Ich will, dass meine Kinder und meine Frau „besser“ leben sollten, als jetzt. Und ist der Gedanke erst einmal im Kopf eines Menschen gedacht, dann wird ueberlegt, wie man rauben und pluendern und andere ausbeuten kann.

      Wenn diese „anderen Zufriedenen“ tatsächlich zufrieden wären, würden sie nicht sagen: Das will ich auch. In Wirklichkeit sind die anderen gar nicht zufrieden. Aber dass die Unzufriedenen automatisch rauben und plündern, um sich mehr Komfort zu verschaffen, ist doch Quatsch. Das war im Mittelalter oder der Steinzeit vielleicht so, aber heute finden sich die meisten Unzufrieden mit ihrer Situation einfach ab.

      Sie Schreiben:
      Der Unterschied unserer heutigen Zivilisation zur Vorzeit ist nur, dass viele von uns es heute legal tun. Frueher herrschte pure Willkuer. Das ist unsere, auch Ihre, Zivilisation.

      Was legal tun? Morden, rauben und plündern? Wo wird legal (also gesetzlich erlaubt) gemordet und geplündert? Die Nazis haben das getan, okay, und in der einen oder anderen brutalen Diktatur geschieht das heute von Staatswesen her auch noch. Aber hier in Deutschland, in Mitteleuropa?
      Und früher herrschte pure Willkür? Zum Teil vielleicht schon aber oft waren die kriegerischen und räuberischen Aktivitäten auch geregelt und glichen eher Ritualen. Siehe das Beispiel mit den Raubrittern.
      Unsere heutige Zivilisation sieht so: Jeder kann sein Leben so gestalten, wie er will, solange er nicht gegen prinzipielle Gesetze verstößt. Das ist eine große Errungenschaft. Zumindest in den meisten Staaten, wie den westlich, demokratischen. Es gibt natürlich Korruption, Missbrauch, Betrug usw. Doch trotzdem kann jeder sein Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten. Sie etwa nicht? Ich kenne jedenfalls niemanden, der auf dem Gebiet der eigenen Lebensgestaltung eingeschränkt wird, solange er sich an die Gesetze hält. Normalerweise wird man in Mitteleuropa auch nicht mehr umgebracht, wenn bekannt wird, dass man schwul ist. Man wird hier auch nicht mehr umgebracht, wenn man nicht an Gott glaubt. Mann kann sagen und tun was man will, solange man nicht gegen die grundsätzlichen Gesetze verstößt. Von dieser Errungenschaft profitieren auch Sie!

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