Unser Verhalten ist das Problem
Wir haben heute alle Möglichkeiten, diesen Planeten zu einem freundlichen und kreativen Ort für absolut alle Menschen zu machen. Stattdessen führen wir immer noch Kriege, beuten andere Menschen und Länder brutal aus und betrügen, übervorteilen und berauben uns wechselseitig. Das ist das Paradoxon, das es aufzulösen gilt.
Wenn unser Verhalten uns seit Jahrtausenden definiert, dann liegt darin auch der Schlüssel zu einem anderen Morgen.
Es ist paradox: Ausgerechnet das, was uns seit Jahrtausenden ins Unglück stürzt, weist uns auch den Weg hinaus. Verhalten ist keine Naturgewalt. Es ist erlernt, geprägt, wiederholbar – und veränderbar. Wenn wir bereit sind, unser Verhalten zu hinterfragen und neu zu gestalten, beginnt eine andere Geschichte. Vielleicht zum ersten Mal eine menschliche.
Die Situation auf diesem Planeten ist ziemlich absurd. Vergleichbar ist sie mit einer Gruppe Gestrandeter auf einer tropischen Insel. Dort gibt es alles, was Menschen für ein erfülltes, interessantes und kreatives Leben brauchen. Doch anstatt es sich gutgehen zu lassen, das Leben auf eigene Weise zu genießen und kreativ tätig zu sein (oder einfach nur nichts zu tun), streitet man sich ständig.
Nach und nach bilden sich Gruppen heraus, die sich gegenseitig bekämpfen. Jede beansprucht die Insel für sich allein, obwohl sie mehr als genug Platz und Nahrung für alle bietet. Das Resultat ist eine ständige Unzufriedenheit und Angespanntheit unter den Inselbewohnern.
Irgendwann weiß niemand mehr, was der ursprüngliche Grund für die Konflikte war, sodass Streit und Konkurrenzdenken das Leben der Gestrandeten bestimmen und als normal empfunden werden. Man bekämpft sich jetzt, weil Kampf und Krieg zur Tradition geworden sind.
Kopfschütteln und Unverständnis
Wer dieses Treiben als Außenstehender beobachtet, fragt sich unweigerlich, warum diese Leute sich so verhalten – und kann über so viel Dummheit nur den Kopf schütteln. Doch auch wenn wir es vielleicht nicht glauben: Dieses Bild beschreibt sehr gut die Situation auf diesem Planeten.
Auch wir leben auf einer Insel, die uns all das, was wir zum Leben brauchen, im Überfluss bereitstellt. Entweder sehen wir es nicht – oder wir verschließen die Augen davor. Vermutlich ist es eine Kombination aus beidem. Und inzwischen, nach so vielen Jahrtausenden der Kriege, Ausbeutung, des Missbrauchs und der Manipulation, ist dieses Verhalten zu unserer zweiten – für manche sogar zu ihrer ersten – Natur geworden.
Ignoranz und Fremdschuldzuweisung
Der miserable Zustand der Welt ist überwiegend das Resultat einer Kumulation all der Untaten und Versäumnisse von uns allen.
Die Missstände auf der Welt sind uns durchaus bekannt – seltsamerweise bringen wir sie jedoch nicht mit uns selbst in Verbindung. Wir glauben, nichts damit zu tun zu haben, und machen reflexartig irgendwelche anderen dafür verantwortlich.
Jeder zählt sich zu denjenigen, die nicht verantwortlich sind. Bevorzugt geben wir den Regierungen, den Konzernen und Managern die Schuld für die großen sozialen Ungerechtigkeiten in der Welt – alternativ auch Ausländern, Minderheiten oder den sogenannten Andersdenkenden. Manchmal sogar Außerirdischen. Wir selbst bleiben unantastbar.
Dass wir durch unseren Lebensstil – unser Verhalten als Konsumenten, Nutznießer und Wähler – die Welt genau so mitgestalten, wie sie letztlich ist, interessiert uns nicht. Wir wollen diese Tatsache nicht wahrhaben.
Die Vorstellung, wir könnten indirekt ebenfalls zu den Verantwortlichen zählen, verdirbt uns den Spaß am oberflächlichen, unreflektierten Leben – einem Leben, das wir auf keinen Fall aufgeben wollen. Deshalb unterscheiden wir zwischen »Normalbürgern« und »Machtmenschen«.
Rekrutierung aus der Masse
Regierungen und Konzerne werden von Menschen geleitet, die meistens Normalbürger waren, bevor ihnen ihr Amt oder ihre Position Einfluss auf das Geschehen in einer Gemeinde oder einem Land verlieh.
Ihre Handlungen, ihr Denken und ihre Entscheidungen besitzen dieselben mangelhaften Qualitäten wie bei allen anderen Menschen. Denn ob jemand in ein politisches Amt gewählt wird oder nicht, hängt nicht von seinen Fähigkeiten und seiner Eignung ab. Es ist mehr oder weniger Zufall.
Auch unsere Oberhäupter und Magnaten improvisieren, wenn sie bedeutende Entscheidungen treffen müssen. Sie geben sich souverän (weil das von ihnen erwartet wird), doch letztlich tasten sie sich nur vor. All die negativen Eigenschaften und Defizite, die wir bei Normalbürgern beobachten, finden wir auch bei ihnen.
Dort potenzieren sie sich jedoch um ein Vielfaches. Unsere Machtmenschen sind – wie alle anderen Menschen auch – letztlich nur Jugendliche in einem Erwachsenenkörper. Deshalb haben ihre unausgereiften Entscheidungen oft katastrophale Auswirkungen.
Opportunismus und Selbstbetrug
Wir sind – auf unterschiedliche Weise – alle unbewusst unehrlich, sobald es um die Beurteilung unserer eigenen Gefühle und Intentionen geht.
Oft passen wir unsere Meinung einfach nur unserer Lebenssituation an. Unsere Meinung über uns selbst ist nur ein Idealbild, das wir leidenschaftlich pflegen und verteidigen.
Leben wir beispielsweise in ärmlichen Verhältnissen oder erscheint unser Leben bedeutungslos, schreiben wir uns gern die Ideale von Ehrlichkeit und Anständigkeit auf die Fahnen (was nicht bedeutet, dass wir nicht schummeln oder lügen würden, wenn sich die Gelegenheit dazu ergibt oder es nötig erscheint).
Denn wir brauchen eine Erklärung für unsere wirtschaftliche und soziale Abseitsstellung – und die liefern wir uns, indem wir uns einreden: „Ich bin zu ehrlich, um in dieser egoistischen Welt erfolgreich sein zu können.“
Moralischer und ethischer Paradigmenwechsel
Werden wir dann reich oder erlangen wirtschaftliche oder politische Macht (vielleicht durch Zufall), vergessen wir diese Ideale meist schnell – weil der Glaube an sie seine Funktion verloren hat. Diese Funktion war: uns unsere Lebenssituation besser aushaltbar zu machen.
Wir sind ehrlich, solange Ehrlichkeit uns einen Vorteil bringt. Bringt Unehrlichkeit uns einen Vorteil, sind wir eben unehrlich. Wir missbrauchen den Begriff »Ehrlichkeit« – unbewusst oder absichtlich – als Manipulationsinstrument, das wir von klein auf virtuos beherrschen. Folgende Tatsachen ignorieren oder relativieren wir:
- Menschen lassen sich zu Soldaten machen und folgen den Befehlen ihrer Generäle.
- Menschen rauben andere Menschen aus oder versklaven sie.
- Menschen vergewaltigen Frauen und tun Kindern Schreckliches an.
- Menschen betrügen Menschen, leugnen den Betrug und kommen sich dabei großartig vor.
- Menschen stürzen andere ins Elend und verspüren dabei ein Machtgefühl.
- Menschen sagen: nach mir die Sintflut! Was kümmern mich die anderen? Hauptsache, mir gehts gut!
Verhinderte Machtmenschen
Und wir sind Menschen! Nicht du oder ich tun das – aber wir als Gemeinschaft, als Nationen oder als Spezies! Es kommt nicht darauf an, wer im konkreten Fall Kriege führt oder sie befiehlt, Menschen ausbeutet, vergewaltigt, missbraucht, umbringt oder ins Elend stürzt.
Es ist wichtig zu erkennen, dass unsere Führungspersonen in Wirtschaft und Politik sich aus der Masse aller Menschen rekrutieren. Sie sind Produkte unserer Zivilisationen, Kulturen und Traditionen – und bringen das zum Ausdruck, was in vielen von uns potenziell angelegt ist: die Bereitschaft, bei Bedarf das eigene Leben auf Kosten anderer zu gestalten.
- Mache ich das nicht, macht es sowieso jemand anderes – ist unsere zynische Verteidigung.
- Bevor ich das Opfer bin, bin ich lieber der Täter – rechtfertigen wir unsere Bösartigkeiten.
- Jeder ist sich selbst der Nächste – lautet unsere Gleichgültigkeitsformel.
Immunisierung des Gewissens
Mit diesen und ähnlichen Parolen immunisieren wir unser Gewissen gegen mögliche Bedenken. Und solange wir nicht bereit sind, auf diese kurzsichtige Lebensstrategie zu verzichten, wird sich die Situation auf diesem Planeten kaum ändern.
Wir können zwar weiterhin unsere Institutionen, Systeme und Oberhäupter beschuldigen, neue einführen oder die Staatsformen wechseln – doch all das ändert nichts. Denn das Problem sind in Wirklichkeit wir. Es liegt an unserer Unfähigkeit oder unserem Unwillen, verantwortungsvoll und interessiert Einfluss auf die Welt nehmen zu wollen – denn das ist anstrengend und macht keinen Spaß.
Und Spaß ist im Prinzip alles, was uns – neben dem Geld – interessiert. Wer versucht, uns diesen Spaß zu verderben, den verachten wir und unterstellen ihm bösartige Machenschaften.
Die Welt braucht also keine neuen Systeme, anderen Regierungen oder Staatsformen, sondern neue Menschen – einen anderen „Menschentyp“. Der ist leider noch in der Minderzahl. Es werden wohl noch Jahrhunderte oder Jahrtausende vergehen, bis aus dem Homo sapiens ganz allmählich der Homo inbellis (für Krieg unbrauchbar) oder Homo pacalis (friedlich) entsteht.
DIE SYSTEME DER WELT: SPIEGEL UNSERER WIDERSPRÜCHLICHKEIT
.…ich nenne sie alle Leute, Affe oder am Besten Biomaschinen, Menschen, kommt von menschlich, die es absolut nicht sind! Wesenslose auch Unheilige, die keine göttliche Ordnung sind! Solange es diesen, sogenannten listigen, machtgetriebenen Affen gibt, wird es keinen Frieden geben. Sie werden sich gegenseitig ausrotten, wenn nicht, greift soundso die Schöpfung ein, den sie lässt auf Dauer keine Unordnung sprich Disharmonie auf dieser Welt zu. Ich lache, es ist nicht meine Welt, ich tarnen mich so gut wie ich kann, den meine Welt war einmal und sie wird wieder kommen, ganz bestimmt bald! Liebe Grüße
Das hört sich ganz schön schlimm an. Du scheinst sehr verbittert zu sein, doch Verbitterung tut niemandem gut. Versuch bitte Verständnis für deine Mitmenschen zu entwickeln, denn die habe es nicht leicht. Die meisten dieser Leute, die du so sehr verachtest, geben ihr Leben lang ihr Bestes und versuchen gute Menschen zu sein.
Ich glaube nicht, dass du moralisch und ethisch besser als diese Menschen bist, die du so sehr hasst. Denn dann würdest du so etwas nicht sagen.