Fantasie


Fantasie, das Tor zu Kreativität

Klug ist es, ein möglichst reiches Fantasieleben zu haben. Fantasie, besonders die träumerische, wird im Allgemeinen belächelt oder manchmal auch verachtet. Der alltägliche Konkurrenzkampf verlangt von uns, mit beiden Beinen auf dem sogenannten Boden der Tatsachen zu stehen, und da ist kein Platz für Träumereien.

Eine abstrakte Struktur, mit vielen Details und Farben.

Einfallsreichtum und Fantasie werden in Forschung und Wissenschaft erwartet. In der Unterhaltungsindustrie (Fantasy, Science-Fiction, Mystery) ist Fantasie ein großes Geschäft. Allerdings erschöpft sich diese in einem Sammelsurium von Stereotypen, die sich periodisch wiederholen und in Klischees stecken bleiben. Die kommerzielle Fantasie ist standardisiert und eigentlich gar keine, sondern bloß ein gutes Geschäft.

Jenseits der Fantasie unserer Science-Fiction oder Horror Filme besteht unser Leben fast nur aus den ständig wiederkehrenden Abläufen: Arbeit, Konsum und Freizeitgestaltung. Fantasie ist eine Ware, die wir konsumieren, um der Tristheit unseres Alltags für kurze Zeit zu entkommen. Doch nicht wir fantasieren oder träumen, sondern wir tauchen in die Fantasien ein, die andere uns verkaufen.

Doch Fantasie muss mehr sein, als ein Instrument zur Ablenkung vom Alltag. Sie ist sehr wichtig für unsere Entwicklung, besonders in unserer Kindheitsphase.

Ohne Fantasie gäbe es kaum wertvolle Erfindungen. Sie ist eine der Haupttriebfedern aller Entwicklungen. Ohne sie säßen wir vielleicht noch in Höhlen und hätten die Wände noch nicht einmal angemalt. Ohne Fantasie gäbe es wahrscheinlich keine Wissenschaft und Technik, keine Kunst und keine Literatur. Die Sache verhält sich nämlich so: Wir wissen nicht immer, ob eine Idee kreatives Potenzial besitzt. Lehnen wir verrückte und versponnene Ideen ab, weil sie scheinbar keinen Sinn ergeben, oder andere sie nicht nachvollziehen können, nehmen wir uns die Möglichkeit, unseren Horizont zu erweitern. Denn manchmal, wenn nicht sogar oft, verstecken sich die guten, genialen Ideen hinter den schlechten. Um an die guten zu kommen, müssen wir also die schlechten zulassen.

Und das bedeutet: Wir sollten Blödsinn denken, alberne und verrückte Ideen lieben, herumspinnen und unserer Fantasie freien Lauf lassen.


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