Über mich


Wer bin ich? Was bin ich? Wie bin ich?

Das sind Fragen, die schwer zu beantworten sind, besonders von mir selbst!

Ich habe natürlich, wie alle andere Menschen ebenfalls, eine Meinung von mir und denke, dass ich so und so bin. Ob ich tatsächlich so bin, wie ich denke, ist allerdings noch eine andere Sache, denn wir Menschen neigen dazu, nicht nur unseren Mitmenschen etwas vorzumachen, sondern auch uns selbst. Absichtlich oder unabsichtlich. Deswegen betrachte ich auch meine eigenen Gedanken über mich mit relativem Vorbehalt!

Ich bin ein Mensch.

Ich glaube nicht an UFOs, nicht an Reptiloiden, nicht an Ausserirdische, nicht an Verschwörungen, egal welcher Art. Ich glaube aber auch nicht, dass es UFOs, Reptiloiden, Außerirdische und Verschwörungen nicht gibt.
Ich glaube nicht an den Kapitalismus, nicht an den Kommunismus oder Sozialismus, nicht an irgendwelche Mächte und auch nicht an die Freie oder Soziale Marktwirtschaft, nicht an den freien und auch nicht an den unfreien Willen.
Genauso wenig glaube ich an Mythen und Sagen, nicht an Religionen oder Atheismus, nicht an Götter oder Dämonen, nicht an den Materialismus oder an den Spiritualismus. Ich glaube weder an das Eine noch an das Andere. Denn dafür gibt es keinen Grund!
Denn das alles sind nur Schlagwörter oder Ideologien, die gewollt oder ungewollt dazu dienen, uns Menschen voneinander zu trennen, Keile zwischen uns zu treiben und uns in Gruppen aufzuspalten, damit wir uns gegenseitig bekämpfen oder beschimpfen und uns nicht näherkommen. Wir selbst halten diese Spaltung aufrecht, bewusst oder unbewusst, indem wir unsere Ideologien und Glauben pflegen und verteidigen, um uns gegen andere Menschen abgrenzen zu können. Erst wenn wir damit aufhören, die Schuld und Verantwortung beim anderen zu suchen und zu finden, wird sich daran etwas ändern.

Ich glaube an die Menschheit

Wenn ich an etwas glaube, dann an die Menschen, an die Menschheit, daran, dass wir uns weiterentwickeln, und irgendwann einmal unsere Dummheit, unseren Egoismus, unsere Gier und unsere Kurzsichtigkeit überwinden. Ich glaube, dass wir uns im Laufe der Jahrtausende weiterentwickeln werden, wenn auch nur sehr langsam.

Ich glaube an den einzelnen Menschen, an das Individuum, weil es Leben und Liebe, Wahrnehmung und Bewusstsein nur im Individuum, nur im einzelnen Menschen gibt und weil nur das, was sich im einzelnen Menschen manifestiert, auch Bedeutung für die Allgemeinheit, für alle Menschen haben kann. Nur dann, wenn wirklich ALLE Menschen geachtet und geschätzt werden – also auch und besonders die, welche keinen Nutzen für die Allgemeinheit haben – wird die Menschheit irgendwann einmal glücklich werden.

Darum glaube ich an die Zukunft, an unsere Zukunft.
Ich glaube an Einfachheit, Verständnis und Freundlichkeit.

Offenheit im Denken, Vielfältigkeit in der Wahrnehmung und ein neugieriger, sich ständig erneuernder und erweiternder Verstand, sind die Triebfedern der menschlichen Weiterentwicklung.

Keine Zeit zum Glauben

Ich glaube nicht, dass es keinen Gott gibt. Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt. Ich glaube aber auch nicht, dass es stattdessen irgendetwas anderes gibt oder nicht gibt, was ich mir jetzt nur nicht vorstellen kann. Denn: Warum sollte ich an das ein oder andere glauben? Weil andere es tun? Weil man es von mir erwartet? Damit ich nicht alleine bin? Damit man mich anerkennt? All das reicht mir nicht!

Glauben sollte in der heutigen Zeit die letzte Methode sein, mit der man sich in der Welt orientiert, eben erst dann, wenn es keine anderen Möglichkeiten zur Orientierung gibt. Denn warum sollte man Krücken benutzen, wenn man auch ohne gehen kann? Warum sollte man eine Brille benutzten, wenn die Augen gut funktionieren? Es gäbe nur einen Grund, so etwas zu tun: Anpassungszwang! Wenn alle Menschen Krücken benutzen und man als Mensch nur Anerkennung findet, wenn man ebenfalls Krücken benutzt. Wenn Anerkennung wichtiger ist als Individualität und Authentizität!

Ich habe keine Zeit zum Glauben, weil es so vieles gibt, was man wissen kann. Oder: Solange es noch so vieles zu wissen gibt, ist es nicht nötig zu glauben. Oder: Ich habe keine Zeit zu glauben, weil das Wissen und Wissenkönnen meine ganze Aufmerksamkeit und Energie in Anspruch nimmt. Deswegen habe ich weder Energie noch Zeit, glaubend die Welt wahrzunehmen. Diese Art von Glauben ist eine Abwendung von der Welt der Menschen, des Lebens und des Wissens, also eine Form der Realitätsflucht.

Die Wahrnehmung der Welt

Ich bin damit beschäftigt die Welt wahrzunehmen, weil die Wahrnehmung der Welt sich mir aufdrängt, eine Welt, die angefüllt ist mit Menschen – Menschen, denen es gut oder schlecht geht und Menschen, denen es sehr schlecht oder sehr gut geht. All diese Menschen beanspruchen meine Aufmerksamkeit automatisch, denn es gibt sie und sie teilen die Welt mit mir. Sie leben gleich neben an oder weit entfernt. Dann ist da noch all das, was diese Menschen tagtäglich tun:

Sie arbeiten, leben, lieben, hassen, betrügen, schaffen, stehlen, lügen und verstecken sich; sie lachen, weinen, essen, trinken, missbrauchen, morden, schenken, zerstören, fliegen, forschen, rechnen, suchen und kaufen Überflüssiges; sie träumen, schlafen, kochen, waschen, gärtnern, zimmern, graben, filmen, sprechen, sehen, tauchen, schwimmen, rennen und laufen weg; sie riechen, hören, niesen, schnalzen mit der Zunge, schwärmen, sitzen, malen, schreiben, singen und denken, lesen, fahren, fallen, baden, fühlen und streicheln sich. All das und noch sehr viel mehr machen die Menschen, von denen ich ständig umgeben bin, und ob ich will oder nicht: Ich nehme es die ganze Zeit wahr und es ist mir nicht möglich, das auszublenden!

All das nimmt also meine Aufmerksamkeit und Energie in Anspruch, sodass ich gar keine Zeit hätte, noch irgendetwas anderes zu machen, wie beispielsweise „glauben“. Die Welt und die Menschen sind mir wichtiger als das, was möglicherweise jenseits der physikalischen Welt sein könnte. Meine Prioritäten sind klar gesteckt: Zuerst kommt die Welt, das Leben und die Menschen und all das, was damit verbunden ist. Was danach kommt, kann und will ich jetzt noch nicht sagen. Es interessiert mich auch nicht wirklich, sondern nur spielerisch. Ich werde es vielleicht wissen, wenn es irgendwann einmal so weit ist. Das heißt: Sollte das, was ich oben aufgezählt habe, meine Aufmerksamkeit irgendwann einmal nicht mehr in Anspruch nehmen (beispielsweise, weil es die Probleme der Menschen und der Welt nicht mehr gibt, sie also gelöst sind), dann hätte ich vielleicht die Zeit und das Interesse, meine Aufmerksamkeit auf das zu lenken, was vielleicht jenseits dieser Welt ist. Doch das werde ich erst dann genau wissen, wenn es so weit ist. Na ja … ich sage mal: In diesem Leben wird es dazu wohl nicht mehr kommen.

10 thoughts on “Über mich

  1. Warum verbaust du dir die Chance auf eine potentielle Wahrheit, indem du Dinge ausschließt, wovon du nicht wissen kannst, dass es die nicht gibt!

    Angenommen es würden doch Außerirdische existieren und auch Einfluss auf die Menschheit nehmen, dann hättest du dir eine Möglichkeit der Wahrheit schon von Anfang an verbaut!

    Wie wäre es damit, alle Möglichkeiten offenzuhalten, bis du dir ganz sicher bist, dass etwas ist, wie es ist, oder eben nicht ist, wie es ist?

    1. Welche Dinge schließe ich denn aus? Wenn ich da was übersehen habe, wäre es gut, wenn du mich darauf aufmerksam machst.
      Zum Thema Außerirdische: Ich habe die Existenz von Außerirdischen doch nicht ausgeschlossen, sondern nur geschrieben, dass es nicht möglich ist, definitiv über deren Existenz etwas wissen zu können. Ich habe geschrieben, dass sämtliche Beweise für oder gegen die Existenz Außerirdischer auf Erden nicht viel taugen und dass ich beides für möglich halte! Oder etwa nicht? An welche Stelle verbaue ich mir die Wahrheit? Wenn ich da irgendwo irgendwelche oberflächlichen Verallgemeinerungen gemacht habe, zeige sie bitte auf. Ich werde das ändern.

  2. Einen Kritikpunkt hätte ich noch:

    Indem du den Menschen über einen Kamm scherst und verallgemeinerst, ja dem Menschen an sich so etwas wie eine „Grundschuld“ einredest für das, was wiederum andere Menschen tun, getan haben oder aber von dir provoziert haben, indem zum Beispiel eine Hetze durch Medien oder Politiker stattfindet oder sonst eine Art der Beeinflussung, so hilfst du dem einzelnen Menschen nicht!

    Und bei der „Grund-“ oder „Erbschuld“ wärst du wieder beim Thema Religion …wo du ja nicht rein willst …

    Ich glaub, jeder Mensch weiß, ob er sich korrekt verhält oder nicht und das ist wichtig, nicht dass wir alle für das Zinssystem verantwortlich sind, denn das sind wir nicht, und ich bin auch nicht für den Mord anderer oder die Korruption anderer verantwortlich, wenn ich selber nicht morde, oder jemand dazu anstifte oder korrumpiere oder dazu anstifte …

    1. Wo schere ich alle Menschen über einen Kamm? Auf einigen Seiten hebe ich sogar deutlich hervor, dass es viele Menschen gibt, die ein positives und kreatives Leben führen und es ablehnen, ihr Leben auf Kosten anderer zu gestalten. Du solltest meinen Block aufmerksamer lesen.

      Ich betone allerdings, dass viele Menschen sich dumm verhalten, wenn sie sich deswegen anpassen, um konform sein zu können.

      Ich dachte eigentlich, dass ich die Menschen (also uns) und das, was wir tun, nur beschreibe aber nicht beurteile oder bewerte, indem ich sage, dies und das ist schlecht. Und von einer Grundschuld oder Schuld spreche ich weder direkt noch indirekt. Allerdings bin ich der Meinung, das wir uns (und natürlich ich auch) oft einfach nur dumm verhalten, aus verschiedenen Gründen.

      Ich schreibe kein bisschen von Grund- oder Erbschuld, noch nicht einmal von Schuld überhaupt! Wie kommst du darauf? Zeig mir bitte die Stelle!

      Was meinst du mit: „ … Thema Religion … wo du ja nicht reinwillst?“
      Ich argumentiere nicht GEGEN die Religion und auch nicht GEGEN den Atheismus, sondern ich schreibe nur darüber, möglichst nüchtern. Ich sage nicht, Religion ist schlecht. Ich sage auch nicht, Atheismus ist schlecht. Ich schreibe nur darüber und versuche den gemeinsamen Hintergrund dieser beiden Glaubenssysteme aufzuzeigen.

      Dass jeder Mensch weiß, ob er sich korrekt verhält oder nicht, halte ich für eine Legende. Manche Menschen werden es wissen, andere nicht.

      Und nicht „wir“ sind für das Zinssystem (meiner Meinung nach) natürlich verantwortlich, sondern unser Verhalten (also unsere Gleichgültigkeit und Gier) macht das Zinssystem möglich. Ich habe aber nicht geschrieben, dass absolut ALLE Menschen so sind! Natürlich gibt es Menschen, die nicht gierig, gleichgültig oder gewalttätig sind. Wenn du meinen Blog ganz gelesen hättest (und nicht nur ein oder zwei Seiten), wüsstest du auch, dass ich viel von der Menschheit und den Menschen halte – besonders von den einzelnen.“

      Warum solltest du oder ich für die Verbrechen andere verantwortlich sein? Habe ich das irgendwo geschrieben, direkt oder indirekt? Bitte zeige mir die Stelle! Ich werde sie sofort abändern.

  3. Ok,

    Du hast die Logik der Wahrnehmung verstanden.

    Ein Gespräch unter vier Augen.

    Wer oder was ich bin?

    – Keine finanziellen Interessen
    – Keine religiöse/politische oder andere
    Ideologie
    – Ich gehöre keiner Institution an,
    kein Verein, keine Sekte, keine
    Regierungsorganisation.
    – Ich vermittle keine Ansichten.

    Mehr gebe ich hier nicht zu erkennen.

    Ich freue mich auf eine Rückmeldung

    1. Hallo Antonios,
      klar bin ich an einem Gespräch interessiert. Die meisten Kommentarschreiber sind leider an einem Dialog nicht interessiert, hinterlassen in „Trollmanier“ kurz ein paar Beschimpfungen und weg sind sie.
      Auch ich habe keine ideologischen Ambitionen (zumindest glaube ich das) und versuche nur das (für mich) Offensichtliche darzustellen. Dabei bin ich in einem Prozess, entwickle mich also weiter. Diskussionen mit Kommentatoren können dabei hilfreich sein und waren es auch schon. Also: Ich freue mich mit auf einen Austausch mit dir.

      Gruß
      Micha

  4. Hi Michael,

    eine Interessante Seite. Beim Lesen einiger deiner Texte oder Meinungen oder wie auch immer kam ich mir manchmal vor als ob sie sich beim Lesen gerade schreiben würden. Ich mache mir seit langer Zeit viele Gedanken über mich und über die Welt. Ich bin zu vielen Meinungen und Auswüchsen über vieles gekommen aber einiges von dem was Du hier schreibst bestätigt einiger meiner Gedanken über mich über meine Mitmenschen und über den Kosmos aus meiner Erfahrung und Realität heraus.
    Ich werde auf jeden Fall Deine Seite in meinen Favoriten ablegen und Deinen Gedanken in Wort und Schrift auf dieser Seite weiter folgen.
    Vielleicht besteht ja irgendwann auch die Möglichkeit sich persönlich auszutauschen.

    Grüße
    Sven

    1. Hallo Sven,
      danke für dein großes Lob. Ich versuche mich verständlich auszudrücken, sodass man sich beim Lesen nicht fragen muss, wie es gemeint ist.

      Vielleicht kannst du das ein oder anderer auf meinem Blog kommentieren. Es muss doch bestimmt irgendetwas geben, was dir nicht gefällt oder du zumindest anders siehst. Ich brauche Anregungen, denn manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich mit meiner Meinung richtig liege, oder vielleicht nicht sogar komplett spinne.

      Gruß Micha

  5. Danke, danke, danke.
    Danke, danke, danke, danke.

    Eine Frage.

    Intellektuell habe ich nie verstanden, was Dietrich Bonhoeffer gemeint hat, als er schrieb:

    „Den Gott, den es gibt, gibt es nicht!“

    Jahrelang knabbere ich schon an dieser Frage, sogar an seiner Exekutionsstelle von Flossenbürg.
    In unseremNachbarort Wachtberg wohnte sein bester Freund Bethge, den ich aber nimmer anrufen kann, weil er gestorben ist.

  6. Michael, du hast oben Staatsformen erwähnt.
    Demokratie ist die beste unter all den fragwürdigen Möglichkeiten. Auch wenn wir immer mündigere Bürger werden. Befriedigend gut wird es nie, nicht?
    Im Jahr 1968 hat ein Buch von Moltmann besonderes Aufsehen erregt. Es hatte die These:
    „Es wird alles besser und besser!“ Wir Studienteilnehmer trafen uns nach dem gründlichen Lesen und Nachdenken in Edinburgh. Prof. Thielicke aus Hamburg war einer der Referenten, was für uns mangelhaft englisch sprechende Jugendliche eine große Hilfe war.
    Der Gründer der völkerversöhnenden Edinburgher Festspiele, der alt gewordene Lord Provost,

    Bürgermeister der Nachkriegszeit lud uns alle zu einem sehr langen Diskussionsabend in sein Wohnzimmer ein (was für den Junggesellen freilich leichter ist), setzte sich vor den Kamin und ich war schon von seinem ersten Satz überrascht: „Ich möchte Euch von meinem guten Freund Fidel Castro erzählen.“ Während des ganzen Abends ging es um das not-wendige, „notwendende“
    (?) Kommunismus-Experiment in Kuba. Also die arge Situation des USA-Einflusses, die Hoffnungslosigkeit und dann der Umbruch. Schwierig war alles für das arme Volk.

    Erst viel später habe ich gut verstanden, warum der Bürgermeister dieses Thema für uns deutsche Jugendliche gewählt hat. Die Nazis hatten vorrangig Hass gegen jüdische Menschen und Bolschewiken gesät….
    Und jetzt, irgendwie alt geworden, meine ich, dass ich im Gegensatz zu dir fest überzeugt bin.
    dass alles Menschenfeindliche in Zukunft viel ärger und alles Schöne viel menschenfreundlicher werden wird und wir leben dazwischen. Die Linie geht mitten durch jedes Herz und Gehirn.

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