Impressum

DATEN­SCHUTZ­ER­KLÄ­RUNG UND IMPRESSUM


Ver­ant­wort­lich für den Inhalt:
Micha­el Wolff
menschenplanet@t‑online.de


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11 Gedanken zu „Impressum“

  1. Hi Micha­el,

    eine Inter­es­san­te Sei­te. Beim Lesen eini­ger dei­ner Tex­te oder Mei­nun­gen oder wie auch immer kam ich mir manch­mal vor als ob sie sich beim Lesen gera­de schrei­ben wür­den. Ich mache mir seit lan­ger Zeit vie­le Gedan­ken über mich und über die Welt. Ich bin zu vie­len Mei­nun­gen und Aus­wüch­sen über vie­les gekom­men aber eini­ges von dem was Du hier schreibst bestä­tigt eini­ger mei­ner Gedan­ken über mich über mei­ne Mit­men­schen und über den Kos­mos aus mei­ner Erfah­rung und Rea­li­tät heraus.
    Ich wer­de auf jeden Fall Dei­ne Sei­te in mei­nen Favo­ri­ten able­gen und Dei­nen Gedan­ken in Wort und Schrift auf die­ser Sei­te wei­ter folgen.
    Viel­leicht besteht ja irgend­wann auch die Mög­lich­keit sich per­sön­lich auszutauschen.

    Grü­ße
    Sven

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    • Hal­lo Sven,
      dan­ke für dein gro­ßes Lob. Ich ver­su­che mich ver­ständ­lich aus­zu­drü­cken, sodass man sich beim Lesen nicht fra­gen muss, wie es gemeint ist.

      Viel­leicht kannst du das ein oder ande­rer auf mei­nem Blog kom­men­tie­ren. Es muss doch bestimmt irgend­et­was geben, was dir nicht gefällt oder du zumin­dest anders siehst. Ich brau­che Anre­gun­gen, denn manch­mal bin ich mir nicht sicher, ob ich mit mei­ner Mei­nung rich­tig lie­ge, oder viel­leicht nicht sogar kom­plett spinne.

      Gruß Micha

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  2. Dan­ke, dan­ke, danke.
    Dan­ke, dan­ke, dan­ke, danke.

    Eine Fra­ge.

    Intel­lek­tu­ell habe ich nie ver­stan­den, was Diet­rich Bon­hoef­fer gemeint hat, als er schrieb:

    Den Gott, den es gibt, gibt es nicht!”

    Jah­re­lang knab­be­re ich schon an die­ser Fra­ge, sogar an sei­ner Exe­ku­ti­ons­stel­le von Flossenbürg.
    In unse­rem­Nach­bar­ort Wacht­berg wohn­te sein bes­ter Freund Beth­ge, den ich aber nim­mer anru­fen kann, weil er gestor­ben ist.

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    • Ich weiß nicht, in wel­cher Situa­ti­on Bonn­hoef­fer das gesagt hat, aber ich könn­te mir den­ken, dass er mein­te, dass der Gott, an den er glaubt (den es gibt) — und mei­nes Wis­sens hat­te Bonn­hoef­fer einen sehr fes­ten Glau­ben — kei­nen Ein­fluss auf unse­re Welt in der Gegen­wart nimmt, er also jetzt nicht vor­han­den ist (gibt es nicht) und daher ist die Welt in Unordnung.

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    • Hal­lo,
      hier ist mein Ver­such, die­sen schwie­ri­gen Satz zu deuten:
      Viel­leicht wird es ver­ständ­li­cher, wenn man “Den Gott” durch “Der Gott” ersetzt, d.h. der Gott, den sich die gro­ßen Kul­tu­ren und Zivi­li­sa­tio­nen bis hin zu den kleins­ten eth­ni­schen Grup­pen und Sek­ten erschaf­fen haben und dar­an glau­ben. Die­ser Gott, bzw. die­se Göt­ter sind sozu­sa­gen “men­schen­ge­macht”, den wah­ren Gott aber kön­nen wir nicht erfassen.

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  3. Micha­el, du hast oben Staats­for­men erwähnt.
    Demo­kra­tie ist die bes­te unter all den frag­wür­di­gen Mög­lich­kei­ten. Auch wenn wir immer mün­di­ge­re Bür­ger wer­den. Befrie­di­gend gut wird es nie, nicht?
    Im Jahr 1968 hat ein Buch von Molt­mann beson­de­res Auf­se­hen erregt. Es hat­te die These:
    “Es wird alles bes­ser und bes­ser!” Wir Stu­di­en­teil­neh­mer tra­fen uns nach dem gründ­li­chen Lesen und Nach­den­ken in Edin­burgh. Prof. Thieli­cke aus Ham­burg war einer der Refe­ren­ten, was für uns man­gel­haft eng­lisch spre­chen­de Jugend­li­che eine gro­ße Hil­fe war.
    Der Grün­der der völ­ker­ver­söh­nen­den Edin­burg­her Fest­spie­le, der alt gewor­de­ne Lord Provost, 

    Bür­ger­meis­ter der Nach­kriegs­zeit lud uns alle zu einem sehr lan­gen Dis­kus­si­ons­abend in sein Wohn­zim­mer ein (was für den Jung­ge­sel­len frei­lich leich­ter ist), setz­te sich vor den Kamin und ich war schon von sei­nem ers­ten Satz über­rascht: “Ich möch­te Euch von mei­nem guten Freund Fidel Cas­tro erzäh­len.” Wäh­rend des gan­zen Abends ging es um das not-wen­di­ge, “not­wen­den­de”
    (?) Kom­mu­nis­mus-Expe­ri­ment in Kuba. Also die arge Situa­ti­on des USA-Ein­flus­ses, die Hoff­nungs­lo­sig­keit und dann der Umbruch. Schwie­rig war alles für das arme Volk.

    Erst viel spä­ter habe ich gut ver­stan­den, war­um der Bür­ger­meis­ter die­ses The­ma für uns deut­sche Jugend­li­che gewählt hat. Die Nazis hat­ten vor­ran­gig Hass gegen jüdi­sche Men­schen und Bol­sche­wi­ken gesät.…
    Und jetzt, irgend­wie alt gewor­den, mei­ne ich, dass ich im Gegen­satz zu dir fest über­zeugt bin.
    dass alles Men­schen­feind­li­che in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel men­schen­freund­li­cher wer­den wird und wir leben dazwi­schen. Die Linie geht mit­ten durch jedes Herz und Gehirn.

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  4. Alles Men­schen­feind­li­che wird in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel menschenfreundlicher???
    Ich bin Psy­cho­lo­ge, nicht nur von mei­nem Stu­di­um her, son­dern viel stär­ker war sicher der Ein­fluss, den mei­ne Semi­na­re, mei­ne Bera­tung und die von mir geschrie­be­nen Bücher auf mich hat­ten, denn man lernt vor allem das, was man ver­sucht ande­ren zu ver­mit­teln. Ich habe also viel zu wenig über das nach­ge­dacht, was in der Gesell­schaft pas­siert (das Men­schen­feind­li­che in der Gesell­schaft). Da magst Du Recht haben?!
    Dass das Schö­ne men­schen­freund­li­cher wird, ver­mag ich aller­dings nicht zu erken­nen — und immer­hin beob­ach­te ich sehr bewusst die Men­schen, ihre Nöte, Sor­gen und Bedüf­nis­se, aber auch ihre Freu­den, ihr Glück­lich­sein, seit mehr als 60 Jah­ren. Ich ver­mag kei­nen “Fort­schritt” zu erken­nen — und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tung her­aus behaup­te, denn mir geht es (unver­dient?) sehr gut und ich bin sehr glück­lich. Ich sage das auf Grund der Beob­ach­tung der Men­schen, denen ich seit Jahr­zehn­ten zu hel­fen versuche.

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    • Alles Men­schen­feind­li­che wird in Zukunft viel ärger und alles Schö­ne viel menschenfreundlicher???

      Wo habe ich denn das geschrie­ben? Ich habe den Text auf die­ser Sei­te noch ein­mal durch­ge­le­sen, aber ich kann kei­ne sol­che Stel­le fin­den. Auch nichts, was man so inter­pre­tie­ren oder ver­ste­hen könn­te. Aber wer weiß, viel­leicht irre ich mich ja. Viel­leicht könn­test du mir die­se Stel­len auf­zei­gen. (Aber die­se “Über-mich-Sei­te” muss sowie­so über­ar­bei­tet und gründ­lich gekürzt werden.)
      All­ge­mein schrei­be ich auf mei­nem Blog: Die Mensch­heit (also die Spe­zi­es Mensch) ent­wi­ckelt sich im Lau­fe ihrer Exis­tenz immer wei­ter — wie alles ande­re auch. Das kann man beob­ach­ten. Nie­mand kann abstrei­ten, dass die Mensch­heit sich im Lau­fe der letz­ten 10000 Jah­re ethisch und mora­lisch wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Mag sein, dass die­se Wei­ter­ent­wick­lung noch nicht groß ist, doch dar­auf kommt es nicht an. Wich­tig ist, dass es sie gibt. Dar­aus lässt sich ablei­ten, dass unser “mora­lisch-ethi­sche” Niveau eines Tages tat­säch­lich so hoch sein wird, dass eine mehr oder weni­ger glo­ba­le Fried­lich­keit mög­lich wird.

      Dass das Schö­ne men­schen­freund­li­cher wird, ver­mag ich aller­dings nicht zu erkennen …

      Also, wie gesagt, ich wüss­te nicht, wo ich das behaupte …
      Gibt es Schö­nes, das nicht oder nur wenig men­schen­freund­lich ist und des­we­gen noch (mehr) Mensch­freund­lich­keits­po­ten­zi­al besitzt? Schön­heit ist natür­lich rela­tiv und des­we­gen kann mit „Schö­nes“ an die­ser Stel­le auch „Alles“ gemeint sein. Für man­che Men­schen ist der Zustand des Besof­fen­seins etwas Schö­nes, für ande­re etwas Häss­li­ches. Ich ver­ste­he den Satz ehr­lich gesagt nicht (rich­tig?) und mei­ne Bemü­hung, zu irgend­ei­ner Asso­zia­ti­on zu fin­den, ist ohne Resultat.

      Ich ver­mag kei­nen „Fort­schritt“ zu erkennen …

      Also, ich ver­ste­he nicht, wie du dar­auf kommst. Sicher­lich sind wir noch nicht weit in unse­rer Ent­wick­lung. Es besteht jedoch ein signi­fi­kan­ter Unter­schied zwi­schen heu­te und bei­spiels­wei­se dem Mit­tel­al­ter. Ket­zer wer­den (zumin­dest in der christ­li­chen Welt) heu­te nicht mehr hin­ge­rich­tet. Das ist doch schon mal was!

      … und ich wage zu sagen, dass ich das nicht aus einer pes­si­mis­ti­schen Grund­hal­tung her­aus behaup­te, denn mir geht es [] gut …

      Na ja, man kann auch Pes­si­mist sein, wenn es einem gut geht, und man kann Opti­mist sein, wenn es einem schlecht geht.

      Ich kann jeden­falls, wenn ich die Mensch­heit als Gan­zes betrach­te, nur opti­mis­tisch sein. Die Mensch­heit wird sich zum Posi­ti­ven wei­ter­ent­wi­ckeln, auch wenn es noch Jahr­tau­sen­de dau­ert. Das ist es, was ich wahr­neh­me. Aber wer weiß? Viel­leicht ist ja das, was ich als Wahr­neh­mung wahr­neh­me, gar kei­ne Wahr­neh­mung, son­dern nur Den­ken, Wün­schen, Hof­fen … (feh­ler­haf­tes) Asso­zi­ie­ren u.Ä. Sicher sein kann ich mir da nicht.

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      • Lie­ber Micha­el, zunächst vie­len Dank, dass Du Dich so ein­ge­hend mit mei­nem Text aus­ein­an­der­ge­setzt hast. Du hast mir Zeit und Auf­merk­sam­keit geschenkt: Was gibt es Wich­ti­ge­res? Ich möch­te Dir ger­ne die­se Auf­merk­sam­keit zurückgeben:
        Das Unver­ständ­nis, das Du zurecht zum Aus­druck bringst, liegt wohl dar­in begrün­det, dass ich auf den Text von Aki­re geant­wor­tet habe, wäh­rend Du dach­test, ich ant­wor­te auf Dei­nen Text. Ich habe da wohl eine fal­sche Zuord­nung getrof­fen. Tut mir leid.
        Nun zu Dei­nem Text vom 30. Okto­ber: Ich stim­me Dir zu, dass sich die Mensch­heit wahr­schein­lich auch “ethisch und mora­lisch” wei­ter ent­wi­ckelt. auch dann, wenn mich das irra­tio­na­le Ver­hal­ten ein­zel­ner Isla­mis­ten und oder die Abwer­tung von “Wahr­heit” in den USA hin und wie­der zwei­feln lässt. Dar­aus abzu­lei­ten, dass in einer fer­nen Zukunft “mehr oder weni­ger Fried­lich­keit” mög­lich ist, ist opti­mis­tisch — aber ich bin auch Opti­mist. Das Pro­blem liegt dar­in, dass wir uns offen­sicht­lich intel­lek­tu­ell wei­ter ent­wi­ckeln, dass aber Wert­ur­tei­len nur sel­ten auf Grund von Ein­sich­ten gefällt wer­den son­dern sich an Reli­gio­nen oder Ideo­lo­gien ori­en­tie­ren. Ob sich die fried­li­chen Ideo­lo­gien wie Huma­nis­mus oder Bud­dhis­mus dur­set­zen wer­den, bleibt abzuwerten.
        Ket­zer wer­den heu­te nicht mehr hin­ge­rich­tet, oder zumin­dest nur noch sel­ten öffent­lich ver­brannt, aber wie oft, wer­den auch heu­te noch Men­schen getö­tet (oder zumin­dest ein­ge­sperrt), weil sie eine ande­re Mei­nung als die der Mäch­ti­gen, der Mehr­heit oder der eini­ger Fana­ti­ker besit­zen. Ist der Unter­schied zu frü­her so groß? Frei­lich, heu­te ist kein Krieg zwi­schen west­eu­ro­päi­schen Staa­ten mehr vor­stell­bar und mein Vater, der in bei­den Welt­krie­gen gekämpft hat, pfleg­te zu mir zu sagen, dass die Fran­zo­sen unse­re “Erb­fein­de” sind, mit denen eine Aus­söh­nung unmög­lich ist. Wie ger­ne wür­de ich ihm sagen, dass ich heu­te nach Paris fah­ren kann und noch nicht ein­mal einen Rei­se­pass brau­che und dort mit dem glei­chen Geld bezah­le wie zuhau­se. Du siehst: Ich bin in mei­ner Über­zeu­gung hin und her gerissen.
        Dein Opti­mis­mus ist begrün­det, wenn es noch mehr Men­schen gibt, die über ihr und das Tun ande­rer welt­of­fen und ernst­haft selb­stän­dig nach­den­ken — so wie Du es offen­sicht­lich tust. Viel­leicht hilf ja auch lang­fris­tig die Ver­net­zung der Welt über das Internet.

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  5. Mir kam und kommt es immer wie ein Natur­ge­setz vor, dass ethisch Schö­nes (gibt es Schö­nes ohne Ethik?) die Ten­denz hat, aus­zu­rei­fen, sich der Voll­kom­men­heit schritt­wei­se anzu­nä­hern, sich also zu erfül­len. Und wir suchen dazu Gleich­ge­sinn­te. Wir brau­chen sie existenziell!
    In der Hei­mat mei­ner aus­län­di­schen Ahnen for­mu­lier­te man: “Han­deln wir doch jetzt
    s c h ö n ! ” 

    Dass es beim Zer­stö­re­ri­schen auch so ein “Natur­ge­setz” gibt, fiel mir auf, als ich als jun­ges Mäd­chen las, wel­che Plä­ne Hit­ler und sei­ne Man­nen für die Zeit nach dem gewon­ne­nen Krieg
    für Euroa und die gan­ze Erde hat­ten. Über die­se Kon­se­quenz der Schreck­lich­kei­ten haben bis heu­te zu weni­ge Men­schen erfahren.

    In die­ser Zeit wur­de ich von einer viel älte­ren Nach­ba­rin, einer Ärz­tin, eingeladen.
    Sie erzähl­te mir bei einer Tas­se Kaf­fee, dass sie so stolz wie ihr Freun­des­kreis war, von Hit­ler nach Ber­lin ein­ge­la­den wor­den zu sein. Er emp­fing alle mit einer freund­lich­wir­ken­den Rede und führ­te die gan­ze Grup­pe per­sön­lich durch Räu­me des Reichs­tags­ge­bäu­des. Plötz­lich hat er sich umge­dreht und gesagt: “Ich kom­me mir vor wie der Rat­ten­fän­ger von Hameln!”

    Die­se Medi­zi­ne­rin hat­te seit dem schnee­rei­chen rus­si­schen Win­ter immer Gift­kap­seln in ihrer Geldbörse.…

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  6. Lie­be Aki­re, wie kommst Du auf die Idee, dass es ein “Natur­ge­setz” ist, dass sich alles “ethisch Schö­ne” “der Voll­kom­men­heit schritt­wei­se” annä­hert. Wor­auf beziehst Du das? War die Leh­re von Jesus Chris­tus nicht “ethisch schö­ner” als das was die katho­li­sche Kir­che in den Jahr­hun­der­ten danach dar­auf gemacht hat?
    Dass es ein “Natur­ge­setz” des Zer­stö­re­ri­schen (der Aggres­si­on) gibt, kann ich eher nach­voll­zie­hen. Die Psy­cho­lo­gie sagt (etwas ver­ein­facht), dass Frus­tra­ti­on Aggres­si­on aus­löst. Deutsch­land war nach dem ers­ten Welt­krieg als Volk und Land extrem frus­triert, denn es hat nicht “ein­ge­se­hen” dass es allei­ne Schuld an dem ers­ten Welt­krieg und an der Nie­der­la­ge hat­te (Dolch­stoß­le­gen­de) und dass daher die Repa­ra­tio­nen und die Demü­ti­gun­gen unge­recht­fer­tigt waren. Die dar­aus ent­ste­hen­den Aggres­sio­nen hat Hit­ler sehr erfolg­reich genutzt, um sie gegen die Juden, die Lin­ken und das Aus­land zu rich­ten. Vor­han­de­ne Aggres­sio­nen auf irgend­ei­nen (ver­meint­li­chen) Feind zu rich­ten, pas­siert auch heu­te in der Poli­tik immer wieder.
    Aber die Geschich­te von Hit­ler, der sich als “Rat­ten­fän­ger von Hameln” fühl­te gefällt mir aus­neh­mend gut. Es scheint so zu sein, als ob Hit­ler in einem “lich­ten Moment” erkannt hat und sogar aus­ge­spro­chen hat, das er nicht mehr anzu­bie­ten hat, als der Rat­ten­fän­ger und dass sei­ne Gefolgs­leu­te, die an ihn glaub­te und ihm folg­ten, nichts als “Rat­ten” waren. Eine tol­le Geschich­te!!! (Man könn­te die­se Geschich­te als ein Bei­spiel für einen Freud’schen Ver­spre­cher auf­fas­sen, der aus sei­nem tie­fen Unbe­wuss­ten kommt, denn sicher war ihm nicht bewusst, was er damit gesagt hat.)

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