Dumm­heit und Angst

Dumm­heit und Angst

2 Okt 2018 6 Von Stirzeltuff


Solan­ge wir uns nur aus Ver­nunft­grün­den fried­lich und freund­lich ver­hal­ten, wird es immer wie­der krie­ge­ri­sche Kon­flik­te zwi­schen den Natio­nen geben. Unse­re Fried­lich­keit muss einem inne­ren Bedürf­nis ent­sprin­gen, muss weni­ger künst­lich sein, damit sie dau­er­haft ist. Zu die­ser Ein­sicht sind wir nur sel­ten fähig, denn Dumm­hei­ten und Ängs­te unter­schied­li­cher Sor­ten haben unse­ren Ver­stand ver­ne­belt und auch kor­rum­piert.

Wir haben Angst, unse­ren und den Ansprü­chen der ande­ren nicht zu genü­gen. Angst vor der Mei­nung ande­rer, die uns ver­let­zen kön­nen, auch wenn wir es nicht zuge­ben kön­nen oder wol­len, denn die­ses unrei­fe Ver­hal­ten ist uns pein­lich. Wir haben all­ge­mein Angst vor Ver­än­de­run­gen, denn die­se bedeu­ten Unsi­cher­heit. Der stän­di­ge Ver­such, unse­ren eige­nen Ansprü­chen und dem gesell­schaft­li­chen Lebens- und Leis­tungs­druck gerecht zu wer­den, machen es uns unmög­lich ruhig und ent­spannt unser Leben wahr­zu­neh­men. Dar­um ver­hal­ten wir uns oft dumm.

Ein dunkler Haufen von vergessenen Dingen, die uns den Blick auf den offenen Himmel versperren.Die gesell­schaft­li­chen Kon­ven­tio­nen sind uns wich­ti­ger als unser Leben. Wir ver­leug­nen unser inne­res Sein, neh­men uns die Mög­lich­keit zu wach­sen und mer­ken es nicht.

Des­we­gen ent­wi­ckeln wir uns lebens­lang kaum wei­ter, denn der teils durch Träg­heit selbst ver­schul­de­te Stress und der Druck des sozia­len Lebens ganz all­ge­mein, neh­men uns den Raum für die­se Mög­lich­keit. Oft fehlt auch der genü­gen­de Wil­le. Letzt­end­lich liegt es aber an uns selbst, denn wir unter­wer­fen uns die­sen Regeln frei­wil­lig. In unse­rer Bla­se aus immer­wie­der­keh­ren­den Abläu­fen ist es bequem und alles so, wie wir es gewohnt sind.

Wir soll­ten die Bla­se auf­ste­chen. Mit etwas Mut wird es uns dann gelin­gen, die Angst vor etwas zu ver­lie­ren, das sowie­so nie eine Bedro­hung war.