Die Coro­na-Pan­de­mie


Grund­rech­te und Grundpflichten

Eine Explosion von Farben auf einem blauen Hintergrund

Coro­na-Leug­ner und Ver­wei­ge­rer reden von ihren Grund­rech­ten, von ihren Grundpflich­ten wol­len sie jedoch nichts wissen.

Wie passt das zusam­men? Vie­le der Leu­te, die gegen die Coro­na-Maß­nah­men pro­tes­tie­ren, kla­gen laut­hals und aggres­siv ihre Grund­rech­te ein, wäh­rend sie gleich­zei­tig ihre Grund­pflich­ten ableh­nen. Grund­rech­te und Grund­pflich­ten gibt es jedoch nur im Paket, sie sind eine Ein­heit, also untrenn­bar mit­ein­an­der ver­bun­den, denn sie bedin­gen sich gegen­sei­tig. Sie sind wie die zwei Sei­ten einer Mün­ze.

Es gibt also kei­ne Grund­rech­te ohne Grund­pflich­ten und umge­kehrt. Man „erwirbt“ sich sein Recht auf sei­ne Grund­rech­te, indem man sei­ne Grund­pflich­ten aner­kennt. Das soll­te eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein, wenn man sei­ne Grund­rech­te bean­sprucht.

Es ist der Mit­glied­schaft in einem Ver­ein ähn­lich: Mit dem Mit­glieds­bei­trag erhält man die Rech­te und Pri­vi­le­gi­en eines Ver­eins­mit­glieds. Man bekommt die­se Rech­te und Pri­vi­le­gi­en also nicht geschenkt. Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker erwar­tet aber genau das. Es wäre, als wür­de jemand sagen:

Ich ver­ach­te die­sen Ver­ein, will kein Mit­glied sein und auch kei­nen Bei­trag zah­len, erwar­te aber, dass man mir die Rech­te eines Ver­eins­mit­glied zugesteht.

Doch das wäre absurd. Kein Ver­ein wür­de die­se Ein­stel­lung respek­tie­ren. Coro­na-Leug­nern (natür­lich auch Reichs­bür­gern, Neo-Nazis bzw. Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen ganz all­ge­mein) ist die­ser Wider­spruch egal. Sie bean­spru­chen Rech­te und Pri­vi­le­gi­en, ohne etwas dafür tun oder geben zu wol­len, selbst wenn es nur Klei­nig­kei­ten sind – bei­spiels­wei­se Respekt für ihre Mit­men­schen und die­se Gesellschaft.

Die Impf­ver­wei­ge­rer: Kein Bock auf die­se Gesellschaft

Die meis­ten Impf­geg­ner haben kein Pro­blem damit, ihr Leben lang irgend­wel­che Medi­ka­men­te zu neh­men, von denen vie­le Neben­wir­kun­gen haben und bei län­ge­rem Gebrauch gesund­heits­schäd­lich sind. Eini­ge davon machen sogar süch­tig. Das ist all­ge­mein bekannt, doch das stört die Impf­geg­ner nicht im Gerings­ten.

Wirk­lich nötig sind all die­se Medi­ka­men­te sel­ten – bei­spiels­wei­se Schmerz­ta­blet­ten, Schlaf­ta­blet­ten, Auf­putsch­mit­tel und was es sonst noch alles gibt, womit man sei­ne All­tags-Weh­weh­chen über­tün­chen kann.

Vie­le der Impf­ver­wei­ge­rer trin­ken regel­mä­ßig Alko­hol, ein star­kes Ner­ven­gift, das die Wahr­neh­mung betäubt und über die Jah­re hin­weg ihren Orga­nen scha­det (Leber, Magen, Nie­re, Herz, Gehirn, Blut­ge­fä­ße). Bei­spiels­wei­se ster­ben jedes Jahr allein in Deutsch­land bis zu 20 Tau­send Men­schen direkt an Alko­hol. Und welt­weit sind es 2 bis 3 Mil­lio­nen, die sich jedes Jahr tot­sau­fen. Auch das wis­sen die Impf­ver­wei­ge­rer – trotz­dem haben sie kein schlech­tes Gewis­sen beim Kon­sum von alko­ho­li­schen Geträn­ken.

Vie­le sind oben­drein Rau­cher – auch das macht vie­le Leu­te krank und bringt sie um. All das wis­sen sie, sodass man sagen kann: Kei­ner von ihnen inter­es­siert sich wirk­lich für sei­ne Gesundheit.

Der Impf­stoff: Harm­los im Ver­gleich mit Medi­ka­men­ten, Alko­hol und Nikotin

Ver­gli­chen mit den Medi­ka­men­ten, dem Alko­hol und dem Niko­tin ist der Impf­stoff also harm­los. Des­halb soll­te man eigent­lich den­ken, Men­schen, denen ihre Gesund­heit mehr oder weni­ger egal ist, haben auch kein Pro­blem mit einer Imp­fung. Dras­ti­sche Neben­wir­kun­gen sind bei den Coro­na-Impf­stof­fen bis­her nicht beob­ach­tet wor­den. Scha­den tun die­se jeden­falls nicht – egal von wel­chem Her­stel­ler.

Der Grund, aus dem sie die Imp­fung ableh­nen, kann also nicht der Impf­stoff selbst sein. Es geht den meis­ten Impf­ver­wei­ge­rern und Coro­na-Leug­nern um etwas ande­res: ihrer gene­rel­len Ableh­nung die­ser Gesell­schaft.

Sie lei­den sozu­sa­gen unter einer „mora­li­schen Über­for­de­rung“, da man von ihnen erwar­tet, Rück­sicht auf eine Gesell­schaft zu neh­men, die sie nicht mögen und mit der sie auch nichts zu tun haben wol­len.

Übri­gens: Wenn es dar­um geht, sozia­le Leis­tun­gen von die­sem ver­hass­ten Staat ein­zu­strei­chen, haben sie kei­ne mora­li­schen Beden­ken. Doch wären sie wirk­lich die cou­ra­gier­ten, ehr­li­chen und authen­ti­schen Men­schen, als die sie sich ver­ste­hen, wären sie dazu gar nicht fähig – ihr Ehr­ge­fühl wür­de es ihnen verbieten.

Der Impf­stoff als Gift oder Chip

Hard­core-Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker behaup­ten, der Impf­stoff wäre gar kein Impf­stoff. Die Imp­fung wäre in Wirk­lich­keit kein Schutz gegen das Virus, son­dern das Gegen­teil. Man wol­le damit die Bevöl­ke­rung ver­gif­ten, unfrucht­bar machen oder sogar einen Chip implan­tie­ren.

Doch was soll dann die­se umständ­li­che Imp­fung?

Eine Imp­fung der gesam­ten Bevöl­ke­rung ist extrem auf­wen­dig und es dau­ert lan­ge, bis sie kom­plett durch­ge­führt ist. Außer­dem ist klar, dass man so die gesam­te Bevöl­ke­rung sowie­so nicht errei­chen kann.

Sehr viel ein­fa­cher und völ­lig unauf­fäl­lig wäre es, die­ses Gift (oder was auch immer es ist) der Bevöl­ke­rung heim­lich über die Nah­rungs­mit­tel und das Trink­was­ser zu ver­ab­rei­chen. Das wäre effek­ti­ver, bil­li­ger und gin­ge auch sehr viel schnel­ler. Nie­mand wüss­te davon und es gäbe auch kei­ne Pro­tes­te.

Soll­te dann irgend­wann ein Lebens­mit­tel­che­mi­ker, der nicht im Dienst der kor­rup­ten und kri­mi­nel­len Regie­rung steht, die­ses Gift ent­de­cken und die Bevöl­ke­rung war­nen, wäre es schon längst zu spät.

Unzu­frie­den­heit und Lebens­frust der Impfverweigerer

Man­che Men­schen nutz­ten die Coro­na-Pan­de­mie, um gegen den Staat und die Regie­rung mot­zen zu kön­nen. Der Grund für die­ses Bedürf­nis ist ihre all­ge­mei­ne Unzu­frie­den­heit mit ihrem All­tags­le­ben.

Ehr­li­cher­wei­se müss­ten sie ihre Wut gegen sich selbst rich­ten, denn wir leben in einer kapi­ta­lis­ti­schen Ell­bo­gen­ge­sell­schaft, in der nur der etwas erreicht, der aus­dau­ernd und ambi­tio­niert sein Ziel ver­folgt (oder gro­ßes Glück hat, was nur sel­ten pas­siert). Man muss sich hier also im Kon­kur­renz­kampf behaup­ten und anstren­gen, um Kar­rie­re zu machen.

Da sie die­se Ener­gie zur Selbst­ver­wirk­li­chung nicht besit­zen oder nicht auf­brin­gen wol­len, nut­zen sie die Coro­na-Pan­de­mie als Mög­lich­keit zum per­sön­li­chen Frust­ab­bau auf Kos­ten der Gesell­schaft. Das Mas­ken­tra­gen, die Kon­takt­sper­re und Impf­emp­feh­lung sind in Wirk­lich­keit nur vor­ge­scho­be­ne Grün­de. Sie sind dage­gen, weil sie alles, was vom Staat kommt, prin­zi­pi­ell ableh­nen.

Es ist zwar eine Spe­ku­la­ti­on, doch ich wür­de mich nicht wun­dern, wenn die­se Leu­te auch dann aggres­siv pro­tes­tie­ren wür­den, hät­te die Regie­rung Mas­ken­pflicht, Kon­takt­sper­re und Lock­down nicht ange­ord­net. Dann gäbe es jetzt (Dezem­ber 2021) in Deutsch­land viel­leicht 500 Tau­send oder mehr Coro­na-Tote und genau das wür­den sie der Regie­rung dann vor­wer­fen.

Und für pas­sio­nier­te Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen ist die­se Kri­se natür­lich ein gefun­de­nes Fressen.

Grund­pflich­ten

Coro­na-Leug­ner bean­spru­chen ihr Recht, ande­ren wider­spre­chen zu dür­fen, mögen es aber über­haupt nicht, wen man ihnen wider­spricht. Das bezeich­nen sie dann als „Rede­ver­bot“.

Eine unse­rer Grund­pflich­ten ist es, die Grund­rech­te unse­rer Mit­men­schen zu respek­tie­ren. Wer auf sei­ne Grund­rech­te pocht, ande­ren die glei­chen Rech­te jedoch ver­wei­gert bzw. abspricht (bei­spiels­wei­se das Recht auf eine ande­re Mei­nung und das Recht auf Gegen­re­de), dem geht es in Wirk­lich­keit gar nicht um Grund­rech­te und Mei­nungs­frei­heit.

Wer so vor­geht, will sich im Den­ken und Tun ledig­lich nicht ändern und hat kei­ne Lust, sich mit der Mei­nung ande­rer und auch der eige­nen ernst­haft zu beschäf­ti­gen.

Außer etwas Rück­sicht und Soli­da­ri­tät erwar­tet man von uns als Nor­mal­bür­ger in der Coro­na-Pan­de­mie nichts. Eigent­lich soll­ten die­se Leu­te sich freu­en, in Deutsch­land leben zu dür­fen. So ein gro­ßes unver­dien­tes Glück besit­zen nur weni­ge Men­schen in der Welt.

Frei­heits­rech­te in Deutschland

Wir alle haben ein Recht auf unse­re Grund­rech­te, obwohl kei­ner von uns sie sich durch irgend­ein Tun ver­dient hat. Sie sind Geschen­ke. Kei­ner der Coro­na-Leug­ner und hat nie etwas für die­se Rech­te und Frei­hei­ten getan und sich auch nie dafür inter­es­siert. Doch sie füh­ren sich auf, als hät­ten sie das und man wür­de jetzt ver­su­chen, ihnen ihre Ver­diens­te weg­zu­neh­men.

Jeder kann sein Leben in Deutsch­land so gestal­ten, wie er möch­te. Wer das abstrei­tet, lügt ent­we­der oder lebst in einer Fan­ta­sie­welt. Wir alle sind Nutz­nie­ßer die­ser frei­en und offe­nen Gesell­schafts­form und schöp­fen das ab, was ande­re Men­schen (die schon längst tot sind) in den ers­ten 2 – 3 Jahr­zehn­ten nach 1945 erkämpft haben. Selbst Staats­fein­de (Links- und Rechts­ex­tre­mis­ten) haben in Deutsch­land die glei­chen Frei­heits­rech­te wie Staatsfreun­de.

Und wer kei­ne Lust zum Arbei­ten hat, fin­det hier auch Wege, sich dar­um zu drü­cken, und bekommt trotz­dem genug Geld für sei­ne Woh­nungs­mie­te und zum Leben vom Staat geschenkt. Was will man mehr? Ein gei­le­res Land als Deutsch­land wird man so schnell nicht finden.

Quer­den­ker

Es gibt Men­schen, die die­se offe­ne und freie Gesell­schaft nicht mögen, weil sie von Offen­heit und Frei­heit über­for­dert sind. Denn um sich in einer offe­nen und frei­en Gesell­schaft ent­fal­ten zu kön­nen, muss man selbst ein offe­ner und frei­er Mensch sein. Offen­heit und Frei­heit ver­lan­gen vom Ein­zel­nen jedoch krea­ti­ve und fan­ta­sie­vol­le Eigen­ver­ant­wort­lich­keit im Den­ken und Han­deln.

Wem die­se Eigen­schaf­ten und Fähig­kei­ten feh­len, der fühlt sich in einer Gesell­schaft, in der er von Men­schen umzin­gelt ist, die ihr Leben frei, krea­tiv und unbe­schwert gestal­ten, viel­leicht unwohl und ausgegrenzt.

Miss­brauch des Aus­drucks Querdenker

Irgend­wo haben Coro­na-Leug­ner den Aus­druck »Quer­den­ker« auf­ge­schnappt und miss­brau­chen ihn jetzt, um gegen die­se Gesell­schaft zu schimp­fen, da sie kei­nen ent­spann­ten Platz in ihr fin­den kön­nen.

Doch kei­ner der selbst ernann­ten Quer­den­ker inter­es­siert sich für den Pro­zess des Den­kens selbst. Quer­den­ken soll­te immer ein kri­ti­scher Vor­gang sein, der sich mit Neu­em und Frem­dem befasst und auch die eige­ne Mei­nung auf Authen­ti­zi­tät unter­sucht. Coro­na-Quer­den­ker tun das nie­mals – noch nicht ein­mal ansatz­wei­se. Alles, was ihre Vor­ur­tei­le gegen die offe­ne und freie Gesell­schaft bestä­tigt, plap­pern sie lei­den­schaft­lich nach (oder erfin­den es ein­fach).

Wenn man glaubt, etwas wäre quer­ge­dacht, obwohl es sich nur um uralte, abge­dro­sche­ne Phra­sen han­delt, zeugt das vom Des­in­ter­es­se am Quer­den­ken selbst bzw. dass man gar nicht weiß, was damit gemeint ist. Hier eine Web­site von ech­ten Querdenkern.

Der gesun­de Menschenverstand

Nor­ma­le Coro­na-Leug­ner beru­fen sich auch oft auf ihren gesun­den Men­schen­ver­stand. Des­halb soll­ten sie sich fra­gen, wie es mög­lich sein kann, bei der Coro­na-Fra­ge der glei­chen Mei­nung zu sein wie Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen, Neo­na­zis und Reichsbürger.

Sie demons­trie­ren Sei­te an Sei­te mit Men­schen, die glau­ben, außer­ir­di­sche Ech­sen­we­sen (Rep­ti­lo­iden) regie­ren die Welt, es eine jüdi­sche Welt­ver­schwö­rung gibt, es kei­nen Holo­caust gab, die Erde eine Schei­be sein könn­te oder sogar ist, die Bevöl­ke­rung sys­te­ma­tisch von der Regie­rung ver­gif­tet wird (Chem­trails) und Demo­kra­ten pädo­phi­le Sata­nis­ten sind, die das Blut von Klein­kin­dern trin­ken (QAnon).

Wer einen „gesun­den Men­schen­ver­stand“ besitzt, der weiß, dass jemand, der so etwas glaubt, nichts ande­res als ein Spin­ner und Idi­ot sein kann – so unge­schminkt muss das lei­der gesagt wer­den. Nichts von all dem, wor­an Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker glau­ben oder vor­ge­ben zu glau­ben, kann in der Welt beob­ach­tet oder ablei­tet wer­den – weder direkt noch indi­rekt und auch nicht ver­dachts­wei­se. Es ist ein­fach nur Quatsch, mit dem eini­ge Buch­au­toren Geld ver­die­nen.

Den nor­ma­len Coro­na-Leug­nern (die also nicht aus der Reichs­bür­ger-Neo­na­zi-Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen-Sze­ne kom­men) ist das wahr­schein­lich auch klar. Trotz­dem irri­tiert es sie nicht, dass die­se Leu­te mit dem glei­chen gesun­den Men­schen­ver­stand, der es ihnen ermög­licht, bei­spiels­wei­se die Erd­ku­gel-Ver­schwö­rung auf­zu­de­cken, auch die Coro­na-Pan­de­mie als Lüge erken­nen kön­nen.

Soll­te es einen gesun­den Mensch­ver­stand geben, dann wür­de er bei jedem, der ihn besitzt, an die­ser Stel­le sofort die Alarm­si­re­nen auf­heu­len las­sen.

Neben­bei bemerkt: Wer sei­nen (selbst attes­tier­ten) gesun­den Men­schen­ver­stand als Argu­ment in die Dis­kus­si­ons­run­de wirft, beweist damit nur, dass er ihn nicht hat. Denn der wür­de genau das ver­bie­ten.

Mei­nungs­dik­ta­tur

Coro­na-Leug­ner behaup­ten auch, in Deutsch­land gäbe es kei­ne Mei­nungs­frei­heit mehr und statt­des­sen eine Mei­nungs­dik­ta­tur. Man wür­de ihnen ver­bie­ten, das aus­zu­spre­chen, was sie den­ken.

Doch beob­ach­ten kann man das in die­sem Land nicht. Stän­dig und über­all schrei­en sie ihre Mei­nung laut­hals her­aus, jeder hört es und abso­lut nie­mand ver­sucht es ihnen zu ver­bie­ten. Das Fern­se­hen und Inter­net ist voll davon. Kein ein­zi­ger Fall ist bekannt, in dem jeman­dem ver­bo­ten wur­de, das aus­zu­spre­chen, was er denkt. Die Behaup­tung, man dür­fe in Deutsch­land nicht mehr alles aus­spre­chen, ist daher eine Lüge.

Wer aller­dings ande­re übelst belei­digt, ver­un­glimpft, bedroht oder auch bös­ar­ti­ge Lügen ver­brei­tet, muss in die­sem Land damit rech­nen, zurecht­ge­wie­sen zu wer­den. Das ist kei­ne Ein­schrän­kung der Mei­nungs­frei­heit, son­dern nur ein Appell, zivi­li­siert und sach­lich zu argu­men­tie­ren.

Denn meis­ten han­delt es sich bei die­sen als Mei­nung bezeich­ne­ten Behaup­tun­gen gar nicht um Mei­nun­gen, son­dern nur um Beschimp­fun­gen und üble Belei­di­gun­gen. Es geht nur dar­um, ande­re Men­schen, die man nicht mag, mit ver­ba­ler Gewalt zu verletzen.

Kei­nen Bock auf Gegenrede

In Wirk­lich­keit ver­tra­gen es die Mei­nungs­dik­ta­tur-Theo­re­ti­ker ein­fach nicht, wenn ihnen wider­spro­chen wird. Macht man sie dar­auf auf­merk­sam (oder ver­sucht es zumin­dest), dass ihre Behaup­tun­gen ein­fach falsch sind, wer­den sie sau­er und schüch­tern ihren Gesprächs­part­ner mit ver­ba­ler Gewalt ein. Wenn also in die­sem Land jemand ande­ren sei­ne Mei­nung ver­bie­ten will, dann sind sie es selbst.

Anstatt die Kri­ti­ker ihrer Behaup­tun­gen mit­tels Argu­men­te zu über­zeu­gen, beschimp­fen, belei­di­gen und bedro­hen sie die­se nur. Das ist nicht nur eine extrem bil­li­ge Vor­ge­hens­wei­se, sie ist auch anti-demo­kra­tisch und unso­zi­al. Denn wer haupt­säch­lich mit Beschimp­fun­gen, Bedro­hun­gen, Belei­di­gun­gen und Ein­schüch­te­run­gen argu­men­tiert, ist an einem Mei­nungs­aus­tausch gar nicht inter­es­siert.

Unter die­sen Umstän­den ist es sehr ver­ständ­lich, dass viel Men­schen ihnen aus dem Weg gehen. Denn wer steht schon ger­ne Leu­ten gegen­über, von denen man nur ange­pö­belt und bedroht wird, sobald man etwas sagt, was die­se nicht hören wollen?

Die Mas­ke

Die Mas­ke ist ledig­lich eine von meh­re­ren Vor­sichts­maß­nah­men, die sich ergän­zen. Sie redu­ziert nur die Wahr­schein­lich­keit, als Virus­trä­ger oder Trä­ge­rin ande­re anzu­ste­cken.

Nor­ma­ler­wei­se schleu­dert man beim Spre­chen, Hüs­teln oder Räus­pern immer ein paar win­zi­ge Spei­chel­trop­fen aus. Und da nie­mand mit Sicher­heit weiß (selbst wenn er gera­de geimpft oder nega­tiv getes­tet wur­de), dass er kein Virus­trä­ger ist, ver­rin­gert man durch das Tra­gen der Mas­ke die theo­re­ti­sche Wahr­schein­lich­keit, ande­re damit anzu­ste­cken.

Erst in zwei­ter Linie schützt uns die Mas­ke vor dem Virus. Wer­den wir bespuckt, kann die­ser Spei­chel nicht direkt mit unse­ren Lip­pen oder unse­rem Mund in Berüh­rung kom­men und so in unse­ren Kör­per ein­drin­gen. Wir kön­nen uns dann nur noch über Umwe­ge anste­cken.

Die Behaup­tung, das Virus könn­te – weil es so win­zig ist – durch die Zwi­schen­räu­me im Gewe­be der Mas­ke hin­durch­schlüp­fen, stimmt so nicht. Die Viren befin­den sich haupt­säch­lich in der Spei­chel­flüs­sig­keit (unge­bun­de­ne Viren kom­men so gut wie nie vor), und selbst die kleins­ten Tröpf­chen sind immer noch viel zu groß, um zwi­schen den Zwi­schen­räu­me im Gewe­be hin­durch­zu­pas­sen. Man muss schon stark nie­sen oder hus­ten, damit das pas­siert.

Nur Viren, die sich in der aus­ge­at­me­ten Luft befin­den, kön­nen das Mas­ken­ge­we­be durch­drin­gen oder an den Rän­dern ent­wei­chen. Nor­ma­ler­wei­se befin­den sich in der Atem­luft jedoch kaum Viren. Das ist nur bei den soge­nann­ten Super­sprea­dern der Fall. Deren Atem­luft ist so stark mit Viren ange­rei­chert, dass selbst das Tra­gen einer Atem­mas­ke die Viren nicht zurück­hal­ten kann.

Feh­ler und unter­schied­li­che Wahrnehmung

Über das Grip­pe­vi­rus wis­sen wir so gut wie alles – über das Coro­na­vi­rus fast gar nichts. Des­halb ist es ver­nünf­tig, mit die­sem neu­en Virus vor­sich­tig umzu­ge­hen: Zwar ist Covid-19 haupt­säch­lich für Men­schen mit einem geschwäch­ten Immun­sys­tem eine töd­li­che Gefahr, doch das muss nicht so blei­ben, denn es könn­te mutie­ren – was inzwi­schen auch schon pas­siert ist.

Bei dem Manage­ment der Coro­na-Kri­se wur­den natür­lich Feh­ler gemacht. Doch das war vor­her­seh­bar, denn wir besit­zen kei­ne Erfah­rung im Umgang mit Pan­de­mien. Eini­ge der Maß­nah­men sind mehr oder weni­ger unsin­nig (bei­spiels­wei­se die all­ge­mei­ne Aus­gangs­sper­re), ande­re wer­den nicht umge­setzt (bei­spiels­wei­se Luft­rei­ni­gungs­an­la­gen in allen Klas­sen­zim­mern aller Schu­len Deutsch­lands).

Die Regie­rung stand unter Zug­zwang und auf­grund des Zeit­drucks und der all­ge­mei­nen Hek­tik war es schwer, aus­ge­wo­ge­ne und opti­ma­le Rege­lun­gen zu fin­den. Das kann man nie­man­dem ver­übeln, denn unse­re Poli­ti­ker sind kei­ne Fach­män­ner im Umgang mit Kri­sen.

Es gibt noch einen zusätz­li­chen Aspekt, der nicht unwich­tig ist: Die büro­kra­ti­sche Ver­krus­tung der Behör­den und Ämter in Deutsch­land ist hoch. Die­ser Umstand macht schnel­le Ent­schei­dun­gen so gut wie unmög­lich. Für wich­ti­ge Maß­nah­men, die in ande­ren Län­dern inner­halb weni­ger Tage (also mehr oder weni­ger sofort) umge­setzt wer­den, brau­chen wir in Deutsch­land Wochen, weil alles bis ins kleins­te Detail aus­dis­ku­tiert wer­den muss. Die Ergeb­nis­se sind dann oft halb­her­zi­ge Kom­pro­mis­se, die nie­man­den rich­tig zufriedenstellen.

Betrof­fe­ne und Nicht-Betroffene

Natür­lich sind wir alle unter­schied­lich stark von den Coro­na-Vor­sichts­maß­nah­men betrof­fen – man­che Leu­te so gut wie gar nicht, ande­re hin­ge­gen stark bis sehr stark. Wer sei­ne Woh­nung eher sel­ten ver­lässt, auch kei­ne Sport­ver­an­stal­tun­gen besucht, kei­ne Ver­eins­tä­tig­kei­ten hat oder sich sel­ten mit sei­nen Freun­den trifft, dem fällt der Unter­schied zur Vor-Coro­na­zeit kaum auf.

Die Betrof­fe­nen

Kin­der und Jugend­li­che sind die wirk­li­chen Leid­tra­gen­den in die­ser Zeit, denn für Teen­ager und Kin­der sind 2 Jah­re ohne sozia­le Kon­tak­te eine ein­schnei­den­de Erfah­rung, die sich wie eine Ewig­keit anfühlt.

Mit­tel­ständ­ler, Künst­ler und Frei­be­ruf­ler haben finan­zi­el­le Ver­lus­te, kön­nen sich nur schwer über Was­ser hal­ten oder müs­sen ihr Busi­ness sogar auf­ge­ben.

Und für Men­schen, die die Mas­ke den gan­zen Tag am Arbeits­platz tra­gen müs­sen, ist es eine ech­te Belastung.

Die Nicht-Betrof­fe­nen

Wer jedoch kein Kind oder Jugend­li­cher mehr ist, kei­ne beruf­li­chen Schwie­rig­kei­ten durch die Coro­na-Maß­nah­men hat und die Mas­ke nur gele­gent­lich tra­gen muss (beim Ein­kau­fen, in Bus und Bahn etc.), lei­det nur unwe­sent­lich dar­un­ter. Die meis­ten erwach­se­nen Men­schen soll­ten daher mit der augen­blick­li­chen Situa­ti­on gut umge­hen kön­nen – auch wenn das Gan­ze inzwi­schen ziem­lich nervt.

Doch aus­ge­rech­net die Leu­te, die am wenigs­ten betrof­fen sind, pro­tes­tie­ren am lau­tes­ten – oft auch auf eine aggres­si­ve und bedroh­li­che Art.

Die­se Men­schen sind sau­er, weil ihnen ein paar Unbe­quem­lich­kei­ten auf­ge­nö­tigt wer­den. Sie bezeich­nen die Coro­na-Maß­nah­men als Ver­let­zung ihrer Grund­rech­te, obwohl ihnen die Grund­ge­set­ze eigent­lich völ­lig egal sind.

Nur die ange­neh­men Aspek­te des Grund­ge­set­zes (also die, bei denen man etwas bekommt) ken­nen und zitie­ren sie stän­dig. Die unan­ge­neh­men (bei denen man etwas geben muss) igno­rie­ren und ver­ach­ten sie sie jedoch.

Alles, was man von uns erwar­tet, ist, sich in einer Kri­se soli­da­risch, rück­sichts­voll und ver­ant­wor­tungs­voll zu ver­hal­ten. Wer gern in die­sem Land lebt, ein sozia­ler Mensch ist und auch etwas für die Gesell­schaft tun möch­te, nimmt die­se „Unan­nehm­lich­kei­ten“ ger­ne in Kauf.

8 Gedanken zu „Die Coro­na-Pan­de­mie“

    • Und wobei bin ich so dumm?
      Etwa weil ich nicht das den­ke, glau­be und nach­plap­pe­re, was ich gele­sen oder gehört habe?
      Eige­ne Gedan­ken zu haben ist für dich eine Dummheit?

      Antworten
      • Cha­peau! Micha­el. Bin beein­druckt von dei­ner uner­müd­li­chen Auf­klä­rungs­ar­beit und der Bereit­schaft, dich auch mit den dümms­ten Behaup­tun­gen aus­ein­an­der­zu­set­zen und hass­erfüll­te Beschimp­fun­gen von Ver­schwö­rungs­er­zäh­lern zu ertra­gen. Letz­te­re sind lei­der auch bei klu­gen, eher sozi­al den­ken­den und han­deln­den Mitbürger*innen zu beklagen.
        Hier scheint mir die – von dir bei den Rep­ti­lo­iden geäus­ser­te – nar­ziss­ti­sche Selbst­auf­wer­tung zu wir­ken: im Gegen­satz zu den Dum­men weiss ICH was dahin­ter­steckt. Und sich die­ses als Irr­tum ein­zu­ge­ste­hen ist eine nar­ziss­ti­sche Krän­kung und gelingt den Wenigsten.

      • Dan­ke, Bern­hard, ich kann wirk­lich jede Auf­mun­te­rung gebrau­chen. Die nicht Stress machen­den Kom­men­ta­re tun mir gut.

        Dass auch klu­ge und sozi­al den­ken­de Men­schen an abstru­se Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen glau­ben, kommt – so hof­fe ich jeden­falls – nur sel­ten vor. Außer­dem stellt sich die Fra­ge: Han­delt es sich wirk­lich um klu­ge und sozia­le Men­schen? Ich bin mir da näm­lich nicht so sicher.

        Als Bei­spiel: Xavier Naidoo ist kul­ti­viert und singt gefühl­vol­le Lie­der, ist gleich­zei­tig aber nicht sen­si­ble genug, um erken­nen zu kön­nen, dass Reichs­bür­ger und Neo­na­zis (mit denen er sich zumin­dest for­mell soli­da­ri­siert) kei­ne Men­schen­freun­de und Demo­kra­ten sind.

        Wie kann das mög­lich sein? Eine Psy­cho­se? Eigent­lich soll­te man ja den­ken, dass man als erfolg­rei­cher Pro­mi­nen­ter eine nar­ziss­ti­sche Selbst­auf­wer­tung nicht mehr nötig hat. Han­delt es sich viel­leicht um eine Kompensation?

        @Yagdar schreibt als Kom­men­tar auf der Rep­ti­lo­iden-Sei­te, das trei­ben­de Motiv, an Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen zu glau­ben, wäre Angst bzw. das Bedürf­nis sich zu ängs­ti­gen und ande­ren Angst zu machen. Auch da bin ich mir nicht sicher.

      • Moin Micha­el,
        über dei­ne aus­führ­li­che Ant­wort habe ich mich sehr gefreut. Zu Xavers Nar­ziss­mus kann ich wenig sagen, aber bei The Donald kann eine ent­spre­chen­de Per­sön­lich­keits­stö­rung ange­nom­men wer­de. Die Gier nach Bewun­de­rung ist nicht zu stil­len. Das gilt als Abwehr der Angst nicht gese­hen zu wer­den. Auch durch Angst ande­re zu mani­pu­lie­ren gehört zum Spek­trum des patho­lo­gi­schen Narzissmus.
        Jen­seits des­sen ver­küm­mern auch wir, wenn wir zu wenig Auf­merk­sam­keit bekom­men oder uns als wir­kungs­los erle­ben – macht depres­siv. Hier sehe ich den Zusam­men­hang mit den Verschwörungsgläubigen.
        Heu­te im DLF ein aus­ge­zeich­ne­ter Bei­trag zu Verschwörungserzählungen
        https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2021/02/07/die_besserwisser_dlf_20210207_0930_1cda9a65.mp3
        Bes­tes Bernhard

      • Hal­lo Bernhard
        Dan­ke für die­sen sehr inter­es­san­ten Link. Habe ihn mir schon 3 Mal ange­hört und noch immer macht mir die Geschich­te von Eva Horn über ihnen Freund Angst.

        Ein Kern­ele­ment der ver­schwö­rungs­theo­re­ti­schen Vor­ge­hens­wei­se scheint zu sein, das eta­blier­te Wis­sen zu erschüt­tern. Die­se Men­schen schei­nen der Wis­sen­schaft und allen moder­nen Erkennt­nis­sen über­drüs­sig zu sein. Wenn mir vor 20 Jah­ren bei­spiels­wei­se jemand erzählt hät­te, dass es Leu­te gibt, die glau­ben, oder es zumin­dest für mög­lich hal­ten, dass die Erde eine Schei­be ist, hät­te ich ihm das nicht geglaubt. Doch selbst gebil­de­te Leu­te beschäf­ti­gen sich heu­te wie­der mit die­ser Vorstellung.

        Die Vor­ge­hens­wei­se von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen ist: Eine Behaup­tung auf­stel­len, ohne der Mei­nung zu sein, die­se auch begrün­den zu müs­sen, nach dem Mot­to: beweis mir erst mal das es nicht stimmt. Doch wenn man dann auf die Feh­ler die­ser Theo­rie hin­weist und auf­zeigt, dass sie nicht stim­men kann, wer­den die­se Hin­wei­se igno­riert und man selbst als igno­rant bezeich­net. Auch das Wort Lie­be wird immer öfter als Tot­schlag­ar­gu­ment missbraucht.

        Es kommt mir wie eine Par­al­lel­welt vor, in der sich die­se Men­schen flüch­ten, weil sie von der moder­nen Welt, mit all ihren Kon­flik­ten, Wider­sprü­chen aber auch Frei­hei­ten über­for­dert sind.

        Wenn du mal ein bizar­res aber auch auf­schluss­rei­ches Video sehen willst: Chris­ti­an Anders, ein Schla­ger­sän­ger aus den 1970er Jah­ren und selbst ein Hard­core-Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­ker der ers­ten Stun­de, ver­leiht zwei ande­ren Ver­schwö­rungs­theo­re­ti­kern (Micha­el Wend­ler und Xavier Naidoo) den Gol­den Aluhut! https://www.youtube.com/watch?v=LfRQpOv5fUI&t=10s

        Gruß
        Micha

  1. Hal­lo Micha,

    ich habe mich jetzt lan­ge mit dei­ner Sei­te beschäf­tigt. Auf­klä­rung ist alles. Danach kann man dif­fe­ren­zie­ren und sich selbst eine Mei­nung bil­den. Hier gelan­det bin ich, weil ich viel bei YT unter­wegs bin, um mir gezielt Sen­dun­gen anzu­se­hen. Manch­mal bereue ich, in den Kom­men­tar­spal­ten gele­sen zu haben. Die Dumm­heit der Men­schen, macht mir echt Angst. Da scheint gefühlt ein Groß­teil wie­der im geis­ti­gen Mit­tel­al­ter zu ver­sin­ken. Ich bin gespannt, wie lan­ge es dau­ert, bis die Ers­ten wie­der an Hexen glau­ben und den „Hexen­ham­mer“ her­aus­kra­men. Dum­me muss man eben doch ernst nehmen…

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    • Hal­lo Grit

      Ja, Auf­klä­rung und Bil­dung sind heut­zu­ta­ge beson­ders wich­tig. Lei­der gibt es Men­schen, die an Auf­klä­rung und Bil­dung gar nicht inter­es­siert sind. Das ist das Dilem­ma. Sie schei­nen von der moder­nen Welt über­for­dert zu sein und wen­den sich des­halb der Ver­gan­gen­heit zu, in der alles so ein­fach war. 

      Das Lesen der Kom­men­ta­re von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen etc. ist auch für mich oft müh­se­lig und manch­mal auch schmerz­haft. Ich hal­te das nicht immer aus und es kann mir auch Angst machen. Ein Trost­pflas­ter gibt es aber schon: Auf Face­book, Tele­gram, den Foren etc. von Ver­schwö­rungs­ideo­lo­gen, ver­ste­cken sich hin­ter 100 Kom­men­ta­to­ren viel­leicht nur 10 ver­schie­de­ne. Der Rest sind Bots oder Leu­te mit meh­re­ren Accounts.

      Unse­re Dumm­heit ist tat­säch­lich eins der größ­ten Pro­ble­me, mit der die Mensch­heit zu kämp­fen hat. Das war viel­leicht schon immer so. Heut­zu­ta­ge ste­hen aller­dings dem dümms­ten Men­schen die glei­chen Mög­lich­kei­ten offen (Inter­net, Com­pu­ter usw.), wie dem Klügs­te. Das war vor 500 Jah­ren noch nicht so. Hof­fent­lich geht das gut.

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