Mut


Authentizität braucht Mut

Klug ist es, in möglichst vielen Bereichen, die nicht universell sind, eine eigene Meinung, einen eigenen Geschmack, einen eigenen Lebensstil zu haben. Das hält uns geistig frisch und die Option zur ständigen Weiterentwicklung offen.

Jeder Mensch sollte so individuell wie möglich sein. Wir dürfen uns nicht von der Mär irritieren lassen, Individualität wäre identisch mit Egoismus oder mit ihm verwandt. Selbstverständlich sollten wir die Gesetze und die sinnvollen Konformitäten respektieren, allerdings nicht in übertriebener Weise. Anpassung darf keine Anbiederung sein – was leider viel zu oft der Fall ist.

Wir sind höflich und freundlich zu Leuten, obwohl wir sie nicht mögen, da sie uns in der Zukunft vielleicht nützlich sein könnten. Diese Option wollen wir uns bewahren – doch das ist heuchlerisch.

Eine dunkle, braun-grau-blaue Struktur, wie  weit entfernte Gewitterwolken

Wer zu sehr vom allgemeinen Standard abweicht, riskiert belächelt, ausgegrenzt oder gemobbt zu werden. Niemand möchte allein und isoliert leben und deshalb passen wir uns mehr an, als es sinnvoll ist. Es bedarf Mut, inmitten einer konformen Masse Individualität zu zeigen, besonders wenn sie ausgeprägt ist. Und nur ausgeprägte Individualität ist wirkliche Individualität. Wir dürfen keine Angst haben, als Unikum oder Sonderling zu gelten. Wir brauchen den Mut zur Unsicherheit und Blamage, den Mut sich auslachen zu lassen, den Mut anzuecken, den Mut zur Absurdität und den Mut zur Verrücktheit.

Die Gesellschaft braucht dringend Menschen, die neue, unkonventionelle Wege gehen und denen es dabei egal ist, was man über sie denkt. Denn auch hier gilt: Damit wir uns als Menschheit weiterentwickeln, müssen wir das Alteingefahrene hinter uns lassen. Es gibt keinen anderen Weg.


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