Die Widersprüchlichkeit des Nichts


Das Nichts ist eine Spielerei

Das reale Nichts kann seine „Existenz“ nur in der Nicht-Existenz haben.

Das Nichts kann nur dann wahrhaftes Nichts sein, wenn es aus nichts besteht. Das heißt also: Es gibt das Nichts überhaupt nicht. Oder: Damit das Nichts existieren kann, darf es nicht existieren. Das jedoch ergibt keinen Sinn, und so erkennen wir unser Philosophieren über das Nichts als das, was es eigentlich ist: Eine intellektuelle Spielerei.

Andernfalls wäre es eine andere Art der Existenz, eine uns völlig fremdartige Existenz- oder Energieform, die es noch zu entdecken gäbe (beispielsweise außerhalb des Universums). Doch dadurch wäre das Nichts kein wirkliches Nichts. Ein existierendes Nichts kann es nicht geben, weil es dann ein Etwas ist. Ein Etwas ist aber kein Nichts. Deswegen ist das (existierende) Nichts ein Widerspruch in sich selbst.

Eigentlich ist die Beschäftigung mit dem Nichts ausgesprochen müßig! Es gibt Tausende Bücher, die sich mit dem Nichts befassen und bei allen ist das Ergebnis wahrscheinlich das gleiche: Nichts! Aber die Idee, das intellektuelle Konzept des Nichts fasziniert uns offensichtlich. Das Nichts existiert nur deshalb, weil es von uns gedacht wird.

Wir wissen, dass es ein Etwas (das Universum) gibt, also assoziieren wir das Gegenstück dazu, weil wir dazu in der Lage sind. Wir sind in der Lage, Sätze zu bilden, die keinen Sinn ergeben und genauso sind wir auch in der Lage, uns Dinge auszudenken, die es nicht gibt oder keinen Sinn ergeben. Das ist kein Kunststück: Wir können uns das Nichts denken, also tun wir es auch. Das ist der ganze Grund!

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