Die Systeme sind nicht das Problem


Das Problem ist unser Verhalten

Die eigentlichen Probleme sind nicht unsere Systeme. Die Probleme, die sich zurzeit verstärkt zeigen (hohe Arbeitslosigkeit, Verarmung, soziale Verwahrlosung eines Teils der Jugend, daraus resultierende Nationalisierung und Fremdenhass (der in seinem Kern eigentlich Menschen- und Lebenshass ist), krasser werdende Ausbeutung und Ähnliches mehr), sind nur Symptome unseres widersprüchlichen Charakters, und nicht das Problem. Das Problem ist unser Verhalten:

Wir wollen alles haben, geben aber nur ungern und scheren uns obendrein einen Dreck um die anderen.
Jeder glaubt, er weiß bescheid und die anderen sind Spinner.
Wir kritisieren die Fehler der anderen und ignorieren unsere eigenen.
Wir sind selten bereit, uns aufeinander ehrlich einzulassen.
Wir sind nur freundlich und großzügig, wenn wir es uns locker leisten können oder in irgendeiner Form davon profitieren.

Rot-gelbe Strukturen auf schwarzem Hintergrund wie FlammenAusnahmen gibt es natürlich schon. Und weil wir so sind, sind auch unsere Systeme und Institutionen so. Warum sollte es anders sein? Alles was wir erschaffen, spiegelt unseren inneren Zustand wider. Ein ängstlicher, depressiver Künstler schafft beispielsweise keine fröhlichen, lebensbejahenden Kunstwerke und ein unbeschwerter, lebenslustiger Schriftsteller schreibt keine neurotischen Bücher. Und hinterlistige, verlogene und egozentrische Menschen schaffen keine ehrlichen und menschenfreundlichen Systeme. Würde ein Schriftsteller, Musiker oder Künstler sagen: „Tut mir leid, ich kann nichts für die schlechte Qualität meiner Werke. Andere sind dafür verantwortlich“, könnten wir ihn nicht ernst nehmen. Doch genau so verhalten wir uns, wenn wir den Systemen, der Wirtschaft oder den Politikern die Schuld für den desolaten Zustand der Welt geben. Wir weigern uns, die Verantwortung für unsere direkten oder indirekten Werke zu übernehmen, um uns unsere Unfähigkeit und unseren Unwillen nicht eingestehen zu müssen.

Unsere Systeme sind ein Spiegel

Nicht die Systeme haben uns so gemacht, wie wir sind (korrupt, verlogen, heuchlerisch, unbarmherzig, gleichgültig usw.), sondern wir die Systeme, und zwar nach unserem Vorbild!

eine wandähnliche Struktur, mit Pastellfarben in Formen, Linien aufgetragen.Wir waren bereits schlecht drauf, bevor es all diese Systeme und Institutionen gab. Wir sollten also aufhören, unsere Verantwortung zu leugnen, indem wir die Schuld an den Missständen in der Welt den Systemen, Minderheiten oder den Eliten in Politik und Wirtschaft geben.
Vielleicht wären sogar viele Systeme tauglich, doch solange wir nicht bereit sind, bedingungslos friedlich und freundlich miteinander zu leben, wird sich die Situation in der Welt nicht ändern. Darum sind wir dumm! Wir haben alle Möglichkeiten, nutzen sie aber nicht. Und um uns darüber hinwegzutäuschen, dass unser Unwille, unsere Dummheit und Gier die Ursachen für die meisten Missstände auf diesem Planeten sind, finden wir ständig irgendwelche Ausreden und Sündenböcke: Kapitalismus, Kommunismus, Freie Marktwirtschaft, Neoliberalismus, Geheimbünde, Weltverschwörungen, Theismus, Atheismus aber auch Außerirdische, Juden, das Bankensystem, Ausländer und Ähnliches mehr. Allem geben wir die Schuld, absolut allem … nur uns nicht!

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